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Coronakrise Deutsche Bahn schenkt Stammkunden bis zu 1000 Euro

Inhaber einer BahnCard 100 erhalten aus Kulanz in der Coronakrise einen großzügigen Gutschein. Andere BahnCard-Kunden müssen sich mit deutlich weniger begnügen.
12.06.2020 - 08:33 Uhr 1 Kommentar
Insgesamt stünden die Stammkunden für 40 bis 45 Prozent des Gesamtumsatzes im Personenverkehr. Quelle: dpa
BahnCards

Insgesamt stünden die Stammkunden für 40 bis 45 Prozent des Gesamtumsatzes im Personenverkehr.

(Foto: dpa)

Berlin Die Deutsche Bahn AG (DB AG) erstattet ihren Stammkunden angesichts der Coronakrise einen nicht unerheblichen Teil ihrer Kosten für das Bahn-Abonnement. Wie ein Sprecher des Unternehmens dem Handelsblatt bestätigte, erhält jeder BahnCard-100-Kunde aus Kulanz einen Gutschein bis zu 1000 Euro. Mit der BahnCard 100 können Kunden unbegrenzt mit der Bahn durch Deutschland reisen. Sie kostet in der zweiten Klasse jährlich 3952 Euro und in der ersten Klasse 6685 Euro. Insgesamt gibt es nach Angaben der Bahn 50.000 Kunden, die das Angebot nutzen.

„Inhaber einer BahnCard 100 hatten wir gebeten, sich bei ihrem BahnComfort Service zu melden, damit wir gemeinsam mit ihnen individuelle Lösungen finden können“, erklärte der DB-Sprecher. „Im Einzelfall konnte das ein Volumen von bis zu 1000 Euro umfassen.“

Andere BahnCard-Kunden entschädigt die Bahn aus Kulanz mit bis zu 50 Euro. So erhalten Inhaber einer BahnCard 25 in der zweiten Klasse (Preis: 55,70 Euro) zehn Euro von der Bahn in Form eines Reisegutscheins, Inhaber der BahnCard 50 in der ersten Klasse (463 Euro) sogar 50 Euro. Die Reisegutscheine sind drei Jahre gültig.

Kunden mit einfachen Fahrkarten, die bis zum 13. März gekauft wurden und für Reisen bis zum 4. Mai gelten sollten, können diese kostenlos in einen Gutschein umtauschen. Sie können die Fahrkarten auch bis Ende Oktober flexibel nutzen, unabhängig vom Zug.

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    Der bundeseigene Konzern hatte bis Pfingsten aufgrund der Schutzmaßnahmen gegen das Virus einen Einbruch der Fahrgastzahlen von rund 90 Prozent hinnehmen müssen. Gleichzeitig hatte die Bahn ihr Angebot im Fernverkehr aber lediglich um etwa ein Viertel reduziert.

    Der für den Personenverkehr zuständige Vorstand Berthold Huber hatte dies mit Blick auf die Stammkunden gerechtfertigt. „Wir machen 50 Millionen Euro Umsatz monatlich alleine mit dem Verkauf von BahnCards“, hatte Huber Ende Mai erklärt. Insgesamt stünden Stammkunden für 40 bis 45 Prozent des Gesamtumsatzes im Personenverkehr. Sie blieben aber nur bei einem weiter bestehenden Angebot dem Unternehmen treu.

    Angesichts der Coronakrise soll die Bahn eine Finanzspritze von fünf Milliarden Euro vom Eigentümer Bund erhalten. Das als Eigenkapital vorgesehene Geld muss aber von der EU-Kommission noch genehmigt werden. Auch plant der Bund, dass die Bahn ihre Verschuldungsgrenze von heute 25 auf 30 Milliarden Euro anheben darf.

    Mehr: Die Deutsche Bahn kündigt Kurswechsel an und will Güterverkehr massiv ausbauen.

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    1 Kommentar zu "Coronakrise: Deutsche Bahn schenkt Stammkunden bis zu 1000 Euro"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Es geht um reine Kulanz - die Bahn hat die ganze Zeit den Betrieb aufrecht erhalten und entschädigt trotzdem einige Kunden ein wenig oder auch ein wenig mehr für die monatelang kaum oder nicht gegebene Nutzbarkeit der Bahncards. Schön. Es werden jedoch definitiv nicht alle BC-100-Kunden mit so großzügigen Erstattungen bedacht. Es gab eine Ausschlussfrist - wer sich erst danach gemeldet hat, geht vollständig leer aus, z.B. ich mit meiner vor der letzten Mehrwertsteuer-Senkung für über 7.000 € gekauften BC 100. Es hieß in den bekannt gewordenen Mitteilungen lediglich, man solle sich "wie gewohnt" an den BC-Service wenden. Wie die Kulanzregelung aussehen sollte, und dass eine Frist bestand, war nicht ersichtlich. Auf telefonische Nachfrage wurde behauptet, man habe mir die Frist zweimal per Mail mitgeteilt, bei einem weiteren Anruf wurde die Aussage zurückgenommen. Angeblich habe die Frist aber auf der Website gestanden. Nur seltsam, dass neben mir auch viele weitere Betroffene dies nicht wahrgenommen haben. Wer also im März und April zunächst alle Hände voll zu tun hatte, um z.B. die Versorgung pflegebedürftiger Angehöriger, die Umstellung der selbständigen Tätigkeit usw. zu organisieren und keine Zeitnot in Bezug auf die Meldung beim BC-Service sah, hat nun die Quittung. Sie lautet auf null Euro. Die Kulanzleistungen der Bahn an die BC-100-Inhaber betragen also nicht ca. 50.000 * 1.000 €, wie es die Meldung vermuten lässt. Es dürfte wesentlich weniger sein.

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