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Coronakrise Minister Scheuer: Busbetriebe sollen ab Juli 170 Millionen Euro bekommen

Der durchschnittliche Schaden pro Unternehmen liegt bei etwa 500.000 Euro. Auf Antrag sollen sie in Kürze einen Zuschuss erhalten.
17.06.2020 - 13:14 Uhr Kommentieren
Mit einer Sternfahrt von rund 1000 Reisebussen machte die Branche am Mittwoch im Berliner Regierungsviertel auf ihre Lage aufmerksam. Quelle: dpa
Demonstrationen von Bus- und Touristikunternehmen

Mit einer Sternfahrt von rund 1000 Reisebussen machte die Branche am Mittwoch im Berliner Regierungsviertel auf ihre Lage aufmerksam.

(Foto: dpa)

Berlin Nach dem monatelangen Verbot von Busreisen in der Coronakrise sollen die Betreiber in Kürze staatliche Hilfe erhalten. 170 Millionen Euro werden dafür noch in den geplanten Nachtragshaushalt eingestellt, wie Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Mittwoch bei einer Demonstration von Busunternehmern in Berlin ankündigte.

Der Bundestag stimmt voraussichtlich übernächste Woche über den Haushalt ab. Dann könnten die Betriebe im Juli auf das Geld zugreifen, sagte Scheuer.

„In den letzten Wochen ist ihr Werkzeug, der Bus, stillgestanden“, sagte der Minister am Brandenburger Tor. Die Kosten für die Neuanschaffungen der letzten Jahre seien aber weitergelaufen. Die Vorhaltekosten müssten abgegolten werden. „Deswegen haben ich heute früh das Go bekommen von der Kanzlerin und dem Vizekanzler.“ Nach Ministeriumsangaben erhalten die Betriebe auf Antrag einen Zuschuss.

Mit einer Sternfahrt von rund 1000 Reisebussen machte die Branche am Mittwoch im Berliner Regierungsviertel auf ihre Lage aufmerksam. Aufgerufen dazu haben der Internationale Bustouristik Verband RDA, die Gütegemeinschaft Buskomfort und der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (BDO).

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    Drei Monate nach Beginn der Kontakt- und Reisebeschränkungen stecken viele Reisebusbetriebe in der Krise. Durchschnittlich liegt der Gesamtschaden je Unternehmen bei gut einer halben Million Euro, wie eine Branchenumfrage ergab, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

    Jeder zweiter Anbieter fürchtet demnach das Aus. Weggebrochen seien in der Coronakrise vor allem Busreisen, Klassen- und Vereinsfahrten sowie Fahrten zu Konzerten.

    Mehr: Unternehmer ohne Furcht: Großaktionär Thiele will die Lufthansa ohne Staatshilfe sanieren.

    • dpa
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