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Coronakrise Systemrelevante Berufe: So weit liegen die Gehälter auseinander

Ärzte, Pfleger und Beschäftigte in Supermärkten sind während der Coronakrise systemrelevant. Eine Untersuchung zeigt, wie viel sie verdienen.
27.03.2020 - 15:13 Uhr Kommentieren
Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel sind in diesen Tage besonders gefordert, die Gehälter sind jedoch unterdurchschnittlich. Quelle: dpa
Mitarbeiterin im Supermarkt

Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel sind in diesen Tage besonders gefordert, die Gehälter sind jedoch unterdurchschnittlich.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Beschäftigte in Krankenhäusern, in Altenheimen und im Lebensmitteleinzelhandel verbindet etwas – zumindest formal: Neben anderen Tätigkeiten gelten sie – etwa während der Coronakrise – laut Bewertung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als unverzichtbar und systemrelevant.

Die Gehälter der betreffenden Berufe liegen dabei allerdings trotz dieser Gemeinsamkeit teilweise weit auseinander. Das zeigt eine aktuelle Erhebung des Statistischen Bundesamtes, in der ermittelt worden ist, was Arbeitskräfte in systemrelevanten Branchen verdienen.

Ein Überblick über die wichtigsten Erkenntnisse der Untersuchung:

  • Leitende Positionen: Am höchsten sind die Gehälter in Krankenhäusern. Arbeitnehmer mit Führungsaufgaben verdienen hier im Monat mit einem Bruttoeinkommen von 8545 Euro deutlich mehr als in anderen systemrelevanten Branchen. Führungskräfte im Lebensmitteleinzelhandel erhalten mit 4487 Euro dabei am wenigsten. Dazwischen liegen unter anderem Berufe der öffentlichen Sicherung und Ordnung wie Polizei und Feuerwehr (6434) sowie in Altenheimen (5499 Euro).
  • Unter Fachkräften mit abgeschlossener Berufsausbildung nehmen die Krankenhäuser mit durchschnittlich 3502 Euro nicht die Spitzenposition ein. Die Branche liegt zwar vor Fachkräften in Altenheimen (3116) oder im Lebensmittelhandel (2186). Führend sind jedoch Beschäftigte in den Bereichen Energieversorgung (4023) und Getränkeherstellung (3636).
Grafik
  • Bei angelernten Arbeitnehmern mit einfachen Tätigkeiten ohne berufliche Ausbildung ergibt sich in der Reihenfolge der Branchen ein ähnliches Bild. Spitzenreiter sind Beschäftigte in der Energieversorgung (3314), am schlechtesten verdienen Personen im Bereich Gebäudebetreuung und -reinigung (2260) sowie im Lebensmitteleinzelhandel (1980).
  • Systemrelevant sind sie alle, aber die Unterschiede sind riesig, nicht nur innerhalb der einzelnen Branchen, sondern auch insgesamt. So verdienen Beschäftigte in der Energieversorgung mit durchschnittlich 5137 Euro deutlich mehr als in allen anderen anderen Branchen. Ihr Bruttoeinkommen ist mehr als doppelt so hoch wie bei Menschen, die im Lebensmitteleinzelhandel arbeiten. Besonders groß ist die Spanne zwischen den einzelnen Leistungsgruppen beim medizinischen und pflegerischen Personal.
  • Auffällig sind vor allem die niedrigen Gehälter im Lebensmitteleinzelhandel (2345). Die Beschäftigten verdienten insgesamt fast 41 Prozent weniger als Durchschnittsbeschäftigte in der Gesamtwirtschaft (3994). Eine Erklärung dafür: Der Anteil der an- und ungelernten Arbeitnehmer in diesem Bereich mit 43 Prozent weit höher als etwa in Krankenhäusern oder Altenheimen, wo er nur bei acht Prozent liegt.
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    Als kritische Infrastrukturen sind laut BSI definiert: „Organisationen und Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden“. Mehr Informationen und eine Übersicht zu den systemrelevanten Berufssektoren finden Sie hier.

    Bei der Untersuchung des Statistischen Bundesamtes wurden folgende Branchen verglichen: Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln, Getränkeherstellung, Energieversorgung, Abfallentsorgung und -rückgewinnung, Lebensmitteleinzelhandel, Personenbeförderung im Regionalverkehr, Güterbeförderung im Straßenverkehr, Altenheime, Öffentliche Sicherung und Ordnung (Polizei, Feuerwehr), Gebäudebetreuung und-reinigung/Garten- und Landschaftsbau.

    Diese als systemrelevant eingestuften Sektoren wurden nicht oder nur teilweise berücksichtigt: Staat und Verwaltung, IT und Telekommunikation, Medien und Kultur sowie Finanz- und Versicherungswesen.

    Mehr: Auch Anwälte und Steuerberater wollen als systemrelevant eingestuft werden

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