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Coronakrise Versorger wollen einheitlichen Passierschein für Quarantänegebiete

Im Ernstfall müssen Strom- oder Wasserversorger auch Quarantänegebiete problemlos erreichen können. Doch in der Praxis gibt es Probleme, klagt die Branche.
24.03.2020 - 04:00 Uhr Kommentieren
Die Versorger haben Pläne für eine Pandemie erarbeitet, um die Versorgung auch in Krisensituationen sicherzustellen. Quelle: dpa
Strommasten

Die Versorger haben Pläne für eine Pandemie erarbeitet, um die Versorgung auch in Krisensituationen sicherzustellen.

(Foto: dpa)

Berlin Die Nachricht klang beruhigend: Auch in Zeiten der Coronakrise sei die Wasser- und Stromversorgung gesichert, ließ das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) Ende vergangener Woche wissen. „Unsere Risikoanalyse geht davon aus, dass es da keine größeren Probleme geben dürfte“, sagte BBK-Präsident Christoph Unger.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) teilt zwar diese Einschätzung; BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae wünscht sich allerdings, dass die Behörden den BDEW-Mitgliedsunternehmen die Sicherstellung der Versorgung leichter machen würden. „Im Fall von Störungen und notwendigen Reparaturen bei Versorgungseinrichtungen müssen die dafür zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ungehindert in Quarantänegebiete fahren können“, sagte Andreae dem Handelsblatt. „Dazu brauchen sie einen von den Behörden akzeptierten Passierschein. Leider gibt es hier keine bundeseinheitliche Regelung“, so Andreae.

Länder und Kommunen stellten unterschiedliche Anforderungen, kritisierte Andreae. Das könne gerade für solche Unternehmen zum Problem werden, die in zwei oder mehr Bundesländern aktiv sind.

„Eine bundeseinheitliche pragmatische Regelung für die Ausstellung von Passierscheinen sollte eine der Lehren sein, die wir aus der aktuellen Krise ziehen“, sagte die BDEW-Hauptgeschäftsführerin.

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    Außerdem behandelten die Länder die Frage, ob die Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft systemrelevant seien, bei einzelnen Aspekten unterschiedlich. Wichtig sei, dass Ausnahmeregelungen für Polizei, Feuerwehr und Gesundheitspersonal regelmäßig genauso für die Energie- und Wasserversorgung gelten müssten.

    Hoher Automatisierungsgrad ermöglicht Steuerung aus der Ferne

    Andreae sagte, die Versorger hätten „umfassende Pandemiepläne erarbeitet, um sich auf Krisensituationen einzustellen“. Sehr hilfreich sei dabei der hohe Automatisierungsgrad, der die Steuerung bestimmter Prozesse aus der Ferne ermögliche. Im Zentrum der Bemühungen stehe, den Betrieb in den Leitstellen, in den Kraftwerken und die Arbeit der Entstörungsdienste auch in Krisensituationen auf hohem Niveau aufrecht zu erhalten.

    Dass es in der Praxis enorme Anstrengungen erfordert, dieses Ziel zu erreichen, weiß Eduard Sudheimer, Geschäftsführer der Alliander Netz Heinsberg GmbH. Das Unternehmen betreibt das Stromnetz der Stadt Heinsberg. In Heinsberg ist die Coronakrise seit Wochen das dominierende Thema. Es gab dort die ersten Corona-Infizierten in Deutschland und in der Folge eine Reihe drastischer Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

    „Es gibt für diese Situation keine Erfahrungswerte, auf die wir zurückgreifen könnten“, sagte Sudheimer dem Handelsblatt. „Als Stromnetzbetreiber leisten wir insofern in der Coronakrise seit Wochen Pionierarbeit“, sagte er.

    Als großer Vorteil erweise sich dabei die Digitalisierung. Das Personal könne von überall zugreifen und steuern, auch von zu Hause aus. „Wir halten auch unter erschwerten Bedingungen alle Anforderungen ein. Der Netzbetrieb ist auch jetzt sicher“, sagte Sudheimer.

    Mehr: Regelwirrwarr bleibt: Keine Ausgangssperre, aber Kontaktverbot.

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