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Coronakrise Zahl der Erwerbstätigen wächst so langsam wie seit 2010 nicht mehr

Im ersten Quartal waren durchschnittlich 45,0 Millionen Personen in Deutschland erwerbstätig. Ab 2021 soll sich das wenden – zum Besseren.
19.05.2020 - 09:23 Uhr Kommentieren
Besonders die Industrie baut viele Stellen ab. Quelle: dpa
Agentur für Arbeit

Besonders die Industrie baut viele Stellen ab.

(Foto: dpa)

Berlin Die Zahl der Beschäftigten in Deutschland ist im ersten Quartal wegen der Coronakrise so langsam gewachsen wie seit rund zehn Jahren nicht mehr. Von Januar bis März waren durchschnittlich 45,0 Millionen Personen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig – ein Plus von 147.000 oder 0,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte.

„Die aufgrund der Corona-Pandemie getroffenen Maßnahmen in der zweiten Märzhälfte führen zu einer erhöhten Unsicherheit bei der Schätzung der Erwerbstätigenzahlen“, räumte die Behörde ein. Die stark steigende Zahl der Kurzarbeiter ab der zweiten Monatshälfte habe sich aber nicht negativ auf diese Statistik ausgewirkt, da sie zu den Erwerbstätigen und nicht als Erwerbslose gezählt werden.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt brach im ersten Quartal um 2,2 Prozent ein - der stärkste Rückgang seit der Finanzkrise 2008/2009 und der zweitstärkste seit der Wiedervereinigung. Wegen der Rezession sagen die führenden Institute für 2020 einen Rückgang der Zahl der Erwerbstätigen um durchschnittlich fast 300.000 auf 44,97 Millionen voraus. 2021 wird wieder mit einem Anstieg um rund eine viertel Million gerechnet.

In den ersten drei Monaten des Jahres schufen vor allem die Dienstleister mehr Jobs. Allein der Bereich öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit zählte 212.000 Beschäftigte mehr als vor Jahresfrist, der Bereich Information und Kommunikation 37.000 mehr, während Handel, Verkehr und Gastgewerbe 15.000 Personen mehr meldeten.

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    In der Industrie setzt sich der Stellenabbau hingegen fort: Hier gab es ein Minus von 82.000 Erwerbstätigen. Die Baubranche kam auf ein Plus von 21.000, der Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei auf ein Minus von 17.000.

    Mehr: Höhe und Bezugsdauer des Kurzarbeitergelds variieren von Land zu Land. Das Institut der deutschen Wirtschaft hat untersucht, wie Durchschnittsverdiener beim Lohnersatz abschneiden.

    • rtr
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