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Corona-Finanzhilfen

Dieser Ratgeber zeigt den Weg zu den Soforthilfen und Krediten.

Coronavirus Die wichtigsten Infos zu den Finanzhilfen in Baden-Württemberg

Auch die Bundesländer unterstützen die Wirtschaft mit Soforthilfen und Krediten. Was Sie über die Corona-Finanzhilfen in Baden-Württemberg wissen müssen.
30.03.2020 - 12:38 Uhr Kommentieren

Corona in Baden-Württemberg - Soforthilfen

An wen richtet sich das Soforthilfsprogramm in Baden-Württemberg?
Das Soforthilfeprogramm des Landes können vom Soloselbstständigen, Freiberufler oder Künstler bis hin zum Unternehmen mit bis zu 50 Vollzeitstellen alle Wirtschaftsakteure mit Hauptsitz in Baden-Württemberg in Anspruch nehmen. Davon ausgenommen sind landwirtschaftliche Betriebe. Die Hilfen sind gestaffelt.

Muss das Geld zurückgezahlt werden?
Die Soforthilfe ist ein einmaliger Zuschuss und muss nicht zurückgezahlt werden.

Wie viel Geld kann ich maximal bekommen, für wie lange, und wie lange ist es tilgungsfrei?
Die konkrete Summe der Soforthilfe richtet sich nach dem durch die Corona-Pandemie verursachten tatsächlichen Liquiditätsengpass oder Umsatzeinbruch. Es gelten aber folgende Obergrenzen:

  • Soloselbstständige und Firmen bis zu fünf Beschäftigte: maximal 9000 Euro für drei Monate
  • Bis zu zehn Beschäftigte: maximal 15.000 Euro für drei Monate.
  • Bis zu 50 Beschäftigte: maximal 30.000 Euro für drei Monate.
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    • Mitarbeiter auf 450-Euro-Basis: Faktor 0,3

    Wofür kann man das Geld verwenden?
    Die Soforthilfe kann zur Finanzierung laufender Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten und Ähnliches verwendet werden. Förderfähig sind aber nur Liquiditätsengpässe oder Umsatzeinbrüche, die nach dem 11. März 2020 entstanden sind. An dem Tag erklärte die WHO die Ausbreitung des Coronavirus zur Pandemie.

    Welche weiteren Voraussetzungen gibt es?
    Die Höhe des Liquiditätsengpasses muss konkret beziffert sein, sonst wird der Antrag nicht bearbeitet. Die Soforthilfe wird ohne Prüfung des privaten Vermögens ausbezahlt. Antragsteller müssen nur nachweisen, dass die laufenden betrieblichen Einnahmen nicht ausreichen, um die laufenden betrieblichen Kosten des Unternehmens zu finanzieren. Das teilte das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg am Sonntag, 29. März mit. Zunächst war der Verbrauch des Privatvermögens noch Vorbedingung für die Hilfen gewesen. Nun werden auch Altanträge auf Basis der nun gelockerten Bedingungen geprüft.

    Wie genau komme ich an die Mittel?
    Auf der Internetseite des Landes unter wm.baden-wuerttemberg.de befindet sich das Antragsformular, das vollständig ausgefüllt und auf der Seite bw-soforthilfe.de hochgeladen werden muss. Belege müssen nicht eingereicht werden. Antragsteller sollen aber die Informationen, mit denen die Hilfsbedürftigkeit errechnet wurde, bis Ende der Verjährungsfrist aufbewahren.

    Wie lange dauert es, bis das Geld kommt?
    Das baden-württembergische Wirtschaftsministerium nennt keine genaue Frist, spricht aber von wenigen Werktagen.

    Lässt sich das Programm mit anderen kombinieren?
    Die Soforthilfen können grundsätzlich mit anderen staatlichen Coronahilfen kombiniert werden. Bedingung ist, dass trotz der anderen Hilfen noch immer oder erneut eine existenzbedrohliche Lage für das Unternehmen besteht. Im Falle einer Überkompensation müssen die erhaltenen Zuschüsse anteilig zurückgezahlt werden.

    Corona in Baden-Württemberg – Liquiditätskredite

    An wen richten sich die Liquiditätshilfen der L-Bank in Baden-Württemberg?
    Mit dem „Liquiditätskredit“ der L-Bank können Unternehmen in Baden-Württemberg kurzfristig Liquiditätsengpässe überbrücken. Er richtet sich an Freiberufler und Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern.

    Muss das Geld zurückgezahlt werden?
    Ja.

    Wie viel Geld kann ich maximal bekommen, für wie lange, und wie lange ist es tilgungsfrei?
    Die Liquiditätsdarlehen der L-Bank können zwischen 10.000 Euro bis fünf Millionen Euro betragen. Die L-Bank bietet Laufzeiten zwischen vier und zehn Jahren an. Es sind null bis zwei tilgungsfreie Jahre oder eine endfällige Zahlung nach vier Jahren möglich. Für bestehende Förderkredite bietet die L-Bank eine bis zu zwölfmonatige Tilgungsaussetzung.

    Wofür kann man das Geld verwenden?
    Die Mittel dienen der Finanzierung des Betriebs oder der Überbrückung von Liquiditätsengpässen.

    Welche weiteren Voraussetzungen gibt es?
    Die Kredite werden über das Hausbankverfahren vergeben, die Hausbank muss dem Kredit nach einer Risikoprüfung zustimmen. Die Unternehmen müssen über ein grundsätzlich funktionierendes Geschäftsmodell verfügen und müssen vor Ausbruch der Coronakrise kreditwürdig gewesen sein.

    Wie genau komme ich an die Mittel?
    Die Kredite werden über das Hausbankverfahren beantragt. Die L-Bank übernimmt bis zu 80 Prozent des Risikos von der Bank. Möglich sind auch eine Bürgschaft der Bürgschaftsbank von maximal 2,5 Millionen Euro.

    Wie lange dauert es, bis das Geld kommt?
    Dazu gibt es keine konkreten Angaben. Im Regelfall entscheidet die L-Bank nach eigenen Angaben innerhalb weniger Tage.

    Lässt sich das Programm mit anderen kombinieren?
    Der Liquiditätskredit kann mit anderen Fördermitteln kombiniert werden.

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