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Coronavirus Manuela Schwesig verteidigt Maskenpflicht in Mecklenburg-Vorpommern

Auch in Mecklenburg-Vorpommern gehen die Meinungen zur Maskenpflicht auseinander. Die Ministerpräsidentin pfeift ihren Wirtschaftsminister zurück.
06.07.2020 Update: 06.07.2020 - 21:11 Uhr Kommentieren
Die Ministerpräsidentin will die Maskenpflicht beibehalten. Quelle: dpa
Manuela Schwesig

Die Ministerpräsidentin will die Maskenpflicht beibehalten.

(Foto: dpa)

Berlin Manuela Schwesig versucht, den Ball flach zu halten. Die SPD-Regierungschefin von Mecklenburg-Vorpommern ließ über ihren Sprecher mitteilen, dass die Landesregierung die Maskenpflicht erst am vergangenen Dienstag bis Anfang August verlängert habe, „weil sie wichtigen Schutz bietet“. Ende der Durchsage.

Regierungssprecher Andreas Timm teilte am Montagabend nach einer Beratung innerhalb der Landesregierung unter Beteiligung der Regierungsfraktionen mit: „Wir sind uns einig, dass die Maskenpflicht bei uns in Mecklenburg-Vorpommern wie geplant verlängert wird. Die entsprechende Verordnung wird morgen im Kabinett verabschiedet.“

Zuvor hatte sich Harry Glawe (CDU), ihr bis dahin kaum bekannter Wirtschaftsminister, für ein baldiges Ende der Maskenpflicht ausgesprochen. „Wenn das Infektionsgeschehen so gering bleibt, sehe ich keinen Grund, länger an der Maskenpflicht im Handel festzuhalten“, sagte Glawe der „Welt am Sonntag“.

Das Echo auf den Vorstoß fiel überwiegend negativ aus. Glawes Chefin betreibt nun Schadensbegrenzung. Der Minister habe den Auftrag, mit den Sozialpartnern, Medizinern und den Kommunen Vorschläge zu erarbeiten, ließ sie ausrichten. Erst danach könne darüber entschieden werden. Mit anderen Worten: Die Maskenpflicht fällt so schnell nicht.

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    Der Druck, der auf Schwesig lastet, ist immens. Längst hat sich ihr Bundesland zur beliebten Urlaubsregion entwickelt, der Tourismus ist eine der Stützen der Wirtschaft. In der Pandemie ist Schwesig zunächst entschlossen vorgegangen. Reisende aus anderen Bundesländern wurden im Frühjahr sogar an der Grenze zurückgewiesen. Schwesig will sich offenbar auch jetzt nicht erweichen lassen. Das Thema Maskenpflicht könnte daher die Große Koalition, der sie vorsteht, belasten.

    Schwesig ist seit drei Jahren Ministerpräsidentin und SPD-Chefin in Mecklenburg-Vorpommern. In beiden Ämtern ist sie Nachfolgerin von Erwin Sellering. Im September 2019 wurde publik, dass Schwesig an Brustkrebs erkrankt war, im Mai 2020 gab sie bekannt, die Therapie gut überstanden zu haben und wieder genesen zu sein. Schwesig gehört zu den Integrationsfiguren ihrer Partei.

    Im Sommer 2019 war sie mit Malu Dreyer und Torsten Schäfer-Gümbel eine der drei kommissarischen Parteichefs, die die schwierige Übergangsphase nach dem Rücktritt von Andrea Nahles gestalteten. In den Augen vieler Mitglieder war sie die Wunschkandidatin für die SPD-Spitze. Ihre Erkrankung dürfte der Grund gewesen sein, nicht zu kandidieren.

    Mehr: In der Corona-Debatte dürfen einzelne Instrumente nicht als unverzichtbare Allheilmittel überhöht werden. Das gilt auch für die Maskenpflicht.

    • HB
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