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Coronavirus RKI: Reproduktionsrate steigt wieder über kritischen Wert von 1

Die Virus-Ansteckungsrate steigt in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts wieder an. Laut Lagebericht werde sie aktuell auf 1,1 geschätzt.
09.05.2020 - 23:44 Uhr 1 Kommentar
Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 143.300 Menschen die Infektion überstanden. Quelle: AFP
RKI-Chef Lothar Wieler

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 143.300 Menschen die Infektion überstanden.

(Foto: AFP)

Berlin Die Ansteckungsrate beim neuen Coronavirus ist in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wieder über die kritische Marke 1 gestiegen. Die sogenannte Reproduktionszahl liege mit Datenbestand 9. Mai 0:00 Uhr bei 1,10, wie das RKI in einem am Samstagabend veröffentlichen Situationsbericht schreibt.

Der Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt. Das RKI hat immer wieder betont, um die Epidemie abflauen zu lassen, müsse die Reproduktionszahl unter 1 liegen. Am Mittwoch hatte das RKI den Wert noch mit 0,65 angegeben. Seitdem war die Reproduktionszahl stetig gestiegen.

Das Institut teilte jedoch weiter mit: Wegen der statistischen Schwankungen, die durch die insgesamt niedrigeren Zahlen verstärkt würden, könne noch nicht bewertet werden, ob sich der während der letzten Wochen sinkende Trend der Neuinfektionen weiter fortsetzt – oder es zu einem Wiederanstieg der Fallzahlen kommt. „Der Anstieg des geschätzten R-Wertes macht es erforderlich, die Entwicklung in den nächsten Tagen sehr aufmerksam zu beobachten“, schreibt das RKI.

Bundesweit sind bis Samstagabend mehr als 169.300 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: mehr als 168.300 Infektionen). Mindestens 7434 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: 7337). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

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    Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 143.300 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

    Bayern besonders betroffen

    Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 44.527 nachgewiesenen Fällen und mindestens 2164 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 34.700 Fällen und mindestens 1423 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 33.200 bestätigten Fällen und mindestens 1542 Toten. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland.

    Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 340,5 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 203,7. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

    Mehr: Tausende demonstrieren in Deutschland gegen Coronavirus-Einschränkungen

    • dpa
    • rtr
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    1 Kommentar zu "Coronavirus: RKI: Reproduktionsrate steigt wieder über kritischen Wert von 1 "

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Was soll die Aufregung und diese Diskussion.
      Schauen wir auf die Fakten:
      1. Die Zahl der Kranken (Infizierte abzüglich Genesene abzüglich mit Corona gestorbenen sog. Coronatoten) sinken immer mehr - rechnerisch liegen wir bei ca. 16.000 mit weiterhin sinkender Tendenz.

      2. Der RKI ist ein Schätzwert ohne vernünftiger, repräsentativer Datenbasis.

      Könnten die freiwerdenden Zeilen in den Medien nicht mit zukunftsträchtigen Themen genutzt werden?

      Realismus ist wichtig, ständiges Weltuntergangsgerede dient nicht den Menschen und macht krank.

      Also - vergesst nicht das Leben zu genießen.

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