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Coronavirus Was bringt die Maske? Was im Kampf gegen das Virus hilft

In Asien trägt quasi jeder in der Öffentlichkeit eine Maske. Ist das sinnvoll? Nur sehr bedingt, sagen die Experten. Abstand ist viel wichtiger. 
24.03.2020 - 11:10 Uhr 1 Kommentar
Coronavirus: Was bringt die Maske? Quelle: dpa
Masken

Viele Menschen improvisieren, um sich vor dem Virus zu schützen.

(Foto: dpa)

Berlin Immer wieder melden Krankenhäuser oder Praxen den Diebstahl von Masken. Die Menschen gehen sehr weit um an den weltweit knappen Mundschutz zu gelangen. Andere behelfen sich mit Schals oder selbstgemachten Masken. Doch was bringt das? 

Die Antwort der Fachleute – nachzulesen etwa auf der Homepage des Robert Koch-Instituts – ist eindeutig: Masken schützen nicht ihren Träger – sondern die anderen. Das liegt daran, dass sie kleine Tröpfchen, die jemand aushustet oder ausniest, direkt vor Mund und Nase abfangen – und so verhindern, dass andere sie einatmen. 

Soweit so klar. Etwas schwieriger zu verstehen ist, warum die Maske nach Ansicht der Virologen in der Regel nicht den Träger schützen. Wenn andere husten, geschieht das in der Regel in einem größeren Anstand. Bis die ausgehusteten Viren uns dann erreichen, haben sich die Tröpfchen in der Luft soweit aufgelöst beziehungsweise verdünnt, dass sie in einem „feineren Nebel“ stecken, erläutert der Berliner Virologe Christian Drosten. „Dieser kann dann auch seitlich durch die Öffnung der Maske eingeatmet werden.“

Auch beim RKI heißt es, in Übereinstimmung mit der WHO: „Es gibt keine hinreichende Evidenz dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, signifikant verringert.“

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    Das Tragen einer Maske ist danach also ein Akt der Rücksicht auf andere, für den Fall, dass man vielleicht selbst schon infiziert und ansteckend ist, es aber noch nicht weiß, weil man noch keine Symptome spürt. Aktuell gehen die Forscher davon aus, dass diese Phase vermutlich einen Tag andauert. 

    Den gleichen Effekt bringe jedoch ein Schal, ein vor den Mund gehaltenes Tuch oder eine selbst genähte oder gebastelte Maske. Wichtig ist dabei, diese regelmäßig zu trocknen. Zellstoffmasken kann man bei 70 Grad im Ofen trocknen und wieder verwenden, Stoffmasken und Schals normal in der Waschmaschine waschen. „60 Grad reichen aus“, sagt Drosten. 

    Rein psychologisch kann eine Maske oder ein Schal den Träger und andere allerdings dazu verleiten, weniger vorsichtig zu sein. Das dürfte auf keinen Fall passieren, warnt das RKI, der Mindestabstand von 1,5 bis 2 Meter müssen auf jeden Fall weiter eingehalten werden, Niesen und Husten weiter nur in die Armbeuge und Händewaschen nicht vergessen! (Seife ist völlig ausreichend, weil sie die Fetthülle des Virus auflöst).

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    Anders ist die Lage bei den Profis in den Krankenhäusern, Heimen und Praxen: Diese bräuchten Masken dringend zum Eigenschutz, weil sie anders als der Normalbürger ganz nah mit Infizierten in Kontakt kommen, also beispielsweise aus nächster Nähe direkt angehustet werden.

    Für diesen Fall empfiehlt das RKI zusätzlich, dass auch der Patient eine Maske tragen sollte. Keinesfalls dürfe die erhöhte Nachfrage nach professionellen Zellstoffmasken aber auf Kosten des medizinischen Personals gehen, die an vorderster Front gegen Covid-19 kämpft, appellieren die Experten an die Bevölkerung. 

    Mehr: Der Chef-Virologe der Berliner Charité ist seit Wochen omnipräsent. Als Berater für die Bundesregierung – und die ganze Republik.

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    1 Kommentar zu "Coronavirus: Was bringt die Maske? Was im Kampf gegen das Virus hilft"

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    • Die gängigen partikelfilternde Atemschutzmasken als Halbmasken bieten keinen Schutz zu 100%, aber in der höchsten Filterstufe doch immerhin einen erheblich Schutz. In Europa sind diese nach EN 149 normiert. Masken der Klasse FFP2 müssen mind. 94% der Partikel in der Luft bis zu einer Größe von 0,6 μm außen vor halten, bei Masken der Filterklasse FFP3 sind es mindestens 99%, also auch hier nicht 100%, weil die Abdichtungslücken bei korrektem Tragen bei FFP3 normalerweise < 2% betragen und höchstens 5% betragen dürfen. Diese Werte gelten freilich für frische Einmalmasken. Nach einer gewissen Tragezeit wird die Maske von der Atemluft durchfeuchtet und lässt in ihrer Filterwirkung nach.

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