Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

CSU-Chef Söder im Sommerinterview: sanft, grün, betont bayerisch

Der CSU-Chef hat sich stark in Richtung Klimapolitik orientiert. Im TV-Interview unterstreicht er diesen Kurs – und inszeniert sich als Versöhner.
Kommentieren
Landes- statt Bundespolitik: Der bayerische Ministerpräsident will nicht nach Berlin. Quelle: dpa
Markus Söder

Landes- statt Bundespolitik: Der bayerische Ministerpräsident will nicht nach Berlin.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Kanzler sein, das will Markus Söder nicht. Das ist die klarste Erkenntnis aus dem Sommerinterview, das der CSU-Chef am Sonntag der ARD gegeben hat. „Ich habe meine Aufgabe in Bayern“, sagte der bayerische Ministerpräsident, nicht ohne auf den Beitrag hinzuweisen, den er und sein Bundesland für Deutschland leisten möchten.

Es gehe darum, dass dieses „großartige Land großartig bleibe“, erklärte Söder mit dem milden Lächeln eines gütigen Landesvaters. Mit freundlicher Strenge mahnte er: „Und das wird schwer genug.“ Söder, der Sanfte. Der Seehofer-Nachfolger kann auch den Scharfmacher geben, derzeit will er aber staatsmännisch wirken.

Nur wenn es um die AfD ging, zeigte sich der Ministerpräsident kompromisslos. „Mit solchen Leuten gibt es keine Zusammenarbeit“, schloss Söder kategorisch, auch unionsweit, aus. Ein Signal vor den anstehenden Landtagswahlen in Sachsen.

Sonst ist Söder vor allem um eines bemüht: die Mitte. Weg von den Extremen, ist seine Botschaft. Das Motiv zieht sich von der Klimapolitik, die den höchsten Gesprächsanteil bekommt, bis zur Tat vom Frankfurter Hauptbahnhof und die in der Folge vor allem im Netz wieder intensivierte Debatte um Migration und Integration. 

„Wir brauchen kein Schwarz-Weiß, sondern die goldene Mitte“, antwortete Söder ablenkend auf die Frage, ob die CSU und er nicht zur sprachlichen Verrohung dieser Debatte beigetragen hätten. Der Generalverdacht sei genauso falsch wie die grundsätzliche Unschuldsvermutung. Einwanderer, Geflüchtete, Asylbewerber, legal oder illegal Eingereiste: Die Definition der Bevölkerungsgruppe, um die es ihm geht, lässt er offen. 

Der CSU-Chef bleibt jedoch auf der Linie, die sich die Union in den vergangenen Monaten nach dem Abklingen dessen, was auch aus Regierungskreisen oftmals als „Flüchtlingskrise“ bezeichnet wurde, selbst auferlegt hat: Er entdeckt die klare Abgrenzung nach rechts für sich. 

„Integration muss es immer geben, wo Integration möglich ist“, sagte Söder in Bezug auf Sprachkurse und die Einbindung in den Arbeitsmarkt. Gleichzeitig blieb er bei seiner Position, dass Integrationsunwillige und Kriminelle konsequent abgeschoben werden müssen.

Von der Bewahrung der Schöpfung
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: CSU-Chef - Söder im Sommerinterview: sanft, grün, betont bayerisch

0 Kommentare zu "CSU-Chef: Söder im Sommerinterview: sanft, grün, betont bayerisch"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote