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CSU-Parteitag Seehofer hält „Markt pur" für „Wirtschaft pervers"

Wiedergewählt und mit breiter Brust: CSU-Chef Horst Seehofer stürmt mit der Unterstützung der Partei in Richtung Landtagswahlkampf, watscht Kontrahent Ude verbal ab - und setzt sich für strenge Marktregulierung ein.
08.10.2011 Update: 08.10.2011 - 13:25 Uhr 15 Kommentare
Kämpferisch: der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer beim Parteitag in Nürnberg. Quelle: dpa

Kämpferisch: der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer beim Parteitag in Nürnberg.

(Foto: dpa)

München CSU-Chef Horst Seehofer ist für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Auf dem Parteitag in Nürnberg erhielt er am Samstag 747 von 831 gültigen Stimmen. Das sind 89,9Prozent. Vor zwei Jahren hatte Seehofer 88,1 Prozent erreicht.

Seehofer hat seine Partei zuvor dazu aufgerufen, beim Ringen um das Vertrauen der Wähler in die Offensive zu gehen. Seehofer sagte am Samstag auf dem CSU-Parteitag in Nürnberg: „Vor wem haben wir eigentlich Angst?“ Die CSU habe die besseren Inhalte und die „besseren Köpfe“. Die Delegierten könnten deshalb mit „stolzer Brust“ auftreten. Seehofer bekam für seinen Auftritt viel Beifall. Rund vier Minuten lang applaudierten die Delegierten stehend.

In seiner Rede attackierte der bayerische Ministerpräsident in scharfer Form SPD und Grüne. Er griff auch seinen voraussichtlichen SPD-Herausforderer, den Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, an. Mit Blick auf Udes Kritik an der Privatisierungspolitik der bayerischen Staatsregierung sagte Seehofer: „Wer hier von Verscherbeln des Staatsbesitzes spricht, verkauft die bayerische Bevölkerung für dumm.“

Mit der Privatisierung habe die Staatsregierung Zukunft finanziert, und jeder Euro habe zigfache Rendite gebracht. „Wir können selbstbewusst jenen gegenübertreten, die zu dieser Erfolgsgeschichte nichts beigetragen haben. Die nichts beizutragen haben, als Bayern madig zu reden, die Leistungen der Menschen schlechtzureden“, sagte der CSU-Vorsitzende, ohne Ude namentlich zu nennen.

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    15 Kommentare zu "CSU-Parteitag : Seehofer hält „Markt pur" für „Wirtschaft pervers""

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Analyse der Seehofer'schen Rhetorik:

      Er stellt eine (rhetorische) Frage zum Thema "Banken";
      er beantwortet seine eigene Frage nicht, sondern (fehl-)antwortet auf das Thema "hemmungsloser Markt".

      Getreu dem Motto: "Niemand hat die Absicht, die Banken zu retten!"

      Herr Seehofer ist in CSU mit in der Regierung! Wen kritisiert er bitte schön? Er ist regulierende Regierung!
      Die Banken machen lediglich, was seine Regierung ihnen erlaubt.

    • Die Vermögens- und Einkommensverteilung ist das Problem.
      Die Reichen leben über ihre Bedürfnisse und haben noch Geld genug übrig um es den Armen zu leihen damit diese über ihre Verhältnisse aber immer noch unter ihre Bedürfnisse leben können.
      Das gilt sowohl für Privatpersonen wie für Staaten
      Schwer zu verstehen, nicht wahr? Ein Wirtschaftswissenschaftler bräuchte ein Semester um das, was ich mit einem Satz gesagt habe, den Studenten zu erklären.
      Und nur die Hälfte der Studenten würde das verstehen.

    • Politiker denken nicht,Politiker machen ein Plagiat nach dem andere, das ist kein Marktwirtschaft sondern eine Bevölkerung
      unter zentralisierte regulierte kommunistische Kapitalismus
      Wirtschaft,etwas neues,wird schon schiff gehen.Seit 10 Jahre wurde nichts anderes gemacht als Europäische Wirtschaft unwirtschaftlicher zu machen,politisch gesehen.

    • Ich habe immer CSU gewählt - die Zeiten sind vorbei!
      Werter Herr Seehofer, für wie blöd halten Sie eigentlich die bayerische Bevölkerung? Markt pur ist Wirtschaft pervers? Jetzt dreschen Sie sinnlose Stammtischparolen, aber was haben Sie die ganzen letzten Jahrein der Regierung GETAN oder BEWIRKT?
      Wo sind die dringendst erforderlichen Wirtschaftsreformen seit der letzten Krise 2008 geblieben?
      Sie haben doch rein GAR NICHTS unternommen!
      DAS finde ich PERVERS.

    • Wen interessiert das eigentlich, was der Umfaller der Nation so von sich gibt. Kann gut sein, dass er sich morgen schon nicht mehr an sein Geschwätz von heute erinnern kann.

    • Bravo!

    • Von wegen Markt pur. URSACHE DER STAATSSCHULDENKRISEN ist einzig und allein der von den Regierungen betriebene BANKENSOZIALISMUS! Hätte man die Banken ihre Risiken tragen lassen - so wie einer echten Marktwirtschaft - hätten wir keine Staatsschuldenkrise. SCHLUSS MIT DEM BANKENSOZIALISMUS!

    • "Markt pur"

      Wo leben diese Quacksalber bitte. Wir leben in der Planwirtschaft und die wollen Regulieren? Von Schwarz bis Rot alles Sozen im BT.

    • Erstaunlich, dass die jetzt alle soviel Wissen über Märkte haben. Die Bayern LB hat doch zig Milliarden in den Sand gesetzt.
      Eben diese Unkenntnis über diese Märkte führte zu diesem Missmanagement. 300 Millionen Euro wurden noch an die Lehmann Brüder überwiesen, als die schon längst pleite waren.
      Schön wenn aber hier ein Lernprozeß stattfindet!
      Erstaunlich ist nur, dass Bayern besser dasteht als je zuvor. Das mag aus der Sicht von Seehofer stimmen. Aber das geht auch auf Kosten der Löhne. Die Reallöhne sind gesunken. Damit können wir die in Bayern hergestellten Produkte konkurrenzfähig machen und den Export steigern aber die Binnennachfrage sinkt eben.
      Damit sichern wir die Arbeitsplätze in Bayern aber es sollte dennoch die Binnennachfrage gestärkt werden indem die steuerliche Last für niedrige und mittlere Einkünfte gesenkt werden. Ferner sollten wir in die Ausbildung der Kinder mehr Geld zur Verfügung stellen.

    • Welcher Affe hat den Seehofer denn jetzt schon wieder gebissen? Eine schärfere Bankenregulierung hätte er doch längst auf den Weg bringen - und gleich damit in Bayern bei der BLB beginnen können! Die hat dem Land durch kriminelle Geschäfte und Korruption Milliardenverluste eingebracht, obwohl der größte Teil der Aufseher aus der CSU kam!

      Seehofer macht keine Politik mehr, sondern nur noch in Populismus. Dazu paßt natürlich der Versuch, Gauweiler in der Vorstand zu holen. Gauweilers lange Bundestagszugehörigkeit hat nicht dazu ausgereicht, ihn aus seinem Hinterbänklerdasein herauszuholen. Wie auch? Denn außer seiner Eurofeindlichkeit hat Gauweiler aber auch rein gar nichts zu bieten.

      Aber laßt man: Mit Gauweiler gemeinsam wird es Seehofer gelingen, aus der CSU einen Trachtenverein zu machen, der irgendwann in der Provinzialität verschwindet. Und Trachtenvereine volkstümeln, machen aber keine Politik. Irgendetwas muüssen die beiden da verwechseln...

      Apropos Ude - da droht aber mächtig Ungemach!

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