CSU Seehofer: Guttenberg strebt 2013 kein Mandat an

CSU-Parteichef Horst Seehofer beendet alle Hoffnungen und Befürchtungen: Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg strebt nicht in die deutsche Politik zurück. Zunächst wolle er aus seinen Fehlern lernen.
Update: 20.01.2012 - 10:23 Uhr 34 Kommentare

Guttenberg will vorerst nicht in die Politik zurück

Der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) will derzeit nicht in die deutsche Politik zurückkehren. Guttenberg habe ihm in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt, bei der Bundestagswahl 2013 kein Mandat anzustreben, sagte CSU-Chef Horst Seehofer am Freitag in München vor Journalisten.

Guttenberg habe dafür ausschließlich persönliche Gründe angeführt. Er wolle nach seiner Plagiatsaffäre aus seinen Fehlern lernen. "Dies erfordert jedoch Zeit und Abstand, das ist die Begründung für die Entscheidung", sagte Seehofer.

Zuletzt hatte es von der CSU-Spitze verstärkte Bemühungen gegeben, den 40-Jährigen zu einem baldigen Comeback zu überreden. Guttenberg war am 1. März vergangenen Jahres als Verteidigungsminister zurückgetreten. Er zog damit die Konsequenzen aus einer Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit. Außerdem legte Guttenberg im vergangenen Jahr sein Bundestagsmandat nieder und gab alle weiteren politischen Ämter auf. Seit einigen Monaten lebt er mit seiner Familie in den USA und arbeitet in Washington ehrenamtlich für den renommierten Denkfabrik für Strategische und Internationale Studien CSIS.

Guttenberg hatte im November der CSU in einem Interview den Anspruch einer Volkspartei abgesprochen und Sympathien für die Gründung einer neuen Partei erkennen lassen. Im Dezember war er dann in Brüssel auf die politische Bühne zurückgekehrt - EU-Kommissarin Neelie Kroes machte ihn zu ihrem Berater in Internetfragen.

Guttenberg war in Umfragen lange der beliebteste Politiker in Deutschland, bei der Bundestagswahl 2008 hatte er das bundesweit beste Erststimmenergebnis geholt.

  • dpa
  • afp
Startseite

Mehr zu: CSU - Seehofer: Guttenberg strebt 2013 kein Mandat an

34 Kommentare zu "CSU: Seehofer: Guttenberg strebt 2013 kein Mandat an"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Es ist wie mit allen anderen sogenannten Befragungen: "Das Volk sehe über Guttenbergs Fehler hinweg". Das sind keine aussagefähigen Befragungen, sondern eine Meinungsmanipulation. Diejenigen, die sich empörten und auch über ihre eigene Partei, die CSU, entrüsteten, wurden damit stillgelegt, denn die Manipulatoren setzten weiterhin, das Beliebtheitsgerücht in die Welt. Und es wäre viel wichtiger zu erfahren, warum zu Guttenberg, ca. 750.000 EURO, in Raten, an die Universität Beyreuth überwiesen hat. "Angeblich um Fachkräfte auszubilden". Weiterhin, schämt sich Seehofer eigentlich nicht, ständig um zu Guttenbergs Finanzen zu buhlen? Um die Verbindungen zu den Millitär- und Wirtschaftskonstrukten, zu denen, zu Guttenberg, sofort Zugang erhielt? Warum verkauften eigentlich die zu Guttenbergs ihre Rhön-Klinikum Aktien ausgerechnet an die Bayrische Landesbank und was wurde daraus? Machte die Bank dadurch einen Gewinn oder Verlust? Und warum, ist es Herrn zu Guttenberg nicht möglich, seinen Verkaufserlös in Deutschland anzulegen? Die CSU, ist doch eine deutsche und keine österreichische Partei.

  • Der Brüller des Tages!!

  • Wenn dann aber von Mutti.

  • Wußte gar nicht nicht daß einen solchen überhaupt gibt, ausgenommen natürlich die Nichtwähler.

  • Wußte gar nicht nicht daß einen solchen überhaupt gibt, ausgenommen natürlich die Nichtwähler.

  • @Horseman:

    Wer wie KTzG betrügt, lügt, seine Fehler nicht einsieht, und sich von seiner Strafe freikauft, anstatt sich der Justiz zu stellen, ist nicht anständig, auch wenn er ein bürgerliches Parteibuch besitzt.

    Leute wie KTzG braucht dieses Land nicht.

  • Falsch: ich habe Guttenberg nicht verteidigt. Völlig unabhängig davon, ob man ihn für einen selbsverliebten Blender hält oder nicht, steht er exemplarisch dafür, welche enorme Risiken ein öffentliches Amt mit sich bringt. Und genau diese Risiken sind der Grund, warum kein vernünftiger Mensch mehr in die Politik geht.

    Solange der politische Gegner, die Medien und der Mob darüber zu Gericht sitzen, was für einen Politiker richtig und was falsch ist, und erst ablassen, wenn der Seelen-Striptease groß und die Tränen der Reue feucht genug sind, haben wir eine heillose Schlammschlacht - mal links, mal rechts, mal in der Mitte.

    Entweder befinden die Gerichte darüber (die sind wahrscheinlich zu langsam in Zeiten des Internets) oder die Politik gibt sich einen verschärften Verhaltenskodex- vgl. coporate governance kodex - falls wir alle der Meinung sind, für diese gelten höhere Anforderungen als für Normalmenschen. Aber die Bildzeitung und der Mob sind als moralische Instanz denkbar ungeeignet...

  • K.T. zu Guttenberg muß wieder in die Politik.
    Doch es gibt einen Riesen-Unterschied: Wer Kommunist war, der kann in Deutschland fast besser Karriere machen-als ein anständiger Mensch, der nicht der roten Ideologie nachgelaufen war. Ich denke da im ersten Moment an Jürgen Trittin und Herrn Kretschmann. Nur Jugendsünden? Alles vergessen und vergeben?" Wer mit 20 nicht links ist, der hat kein Herz"...heißt es-und weiter "Wer es mit 30 immer noch ist...hat keinen Verstand. Ist das wirklich so einfach? Ist es in Ordnung, daß die Linken und die grün lackierten ROTEN ihre Vergangenheit entweder nicht erwähnen oder verharmlosen? Sehen wir uns einmal deren "Vorbilder" an, die viele von ihnen bis heute ganz toll finden. Che Guevara, Ho Chi Minh, Lenin usw. Anstecknadeln und T-Shirts. Überall sind die Köpfe heute noch zu sehen. Auf Fahnen bei roten Aufmärschen sowieso.

  • @ Herbert

    Eine bitterböse Bemerkung, aber ich denke sie haben recht!

    Wenn man sich die Berichterstattung über den Lügenbaron in bestimmten BLÖD-Medien ansieht, muss man Ihre Meinung teilen.

  • @Politikverdrossen
    "Sein Vergehen war weder arbeits- noch strafrechtlich relevant."

    Aber er hat massiv gelogen, und das ist nicht nur für Anhänger konservativer Parteien verwerflich. Gerade die CDU/CSU setzten sich doch immer für "Werte" ein.

    Das Fehlen einer angemessenen Strafe spricht ihn nicht frei, es zeugt nur von der Käuflichkeit des Rechts in dieser Bananenrepublik.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%