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CSU Wechsel an der CSU-Spitze? Druck auf Seehofer steigt

Die Ämter des CSU-Vorsitzenden und des Ministerpräsidenten in Bayern lagen in der Vergangenheit in einer Hand. Nun fordern Parteiinterne einen Rücktritt Seehofers.
11.11.2018 - 12:36 Uhr Kommentieren
Ein Sonderparteitag könnte über den Wechsel an der CSU-Spitze entscheiden. Quelle: dpa
Horst Seehofer

Ein Sonderparteitag könnte über den Wechsel an der CSU-Spitze entscheiden.

(Foto: dpa)

Berlin Der Druck auf CSU-Chef Horst Seehofer (CSU) aus den eigenen Reihen für einen Rückzug von seinem Amt steigt. Die CSU sei in der Vergangenheit immer am besten damit gefahren, wenn der Parteivorsitz und das bayerische Ministerpräsidentenamt in einer Hand waren, sagte der Chef der CSU-Mittelstandsunion Hans Michelbach am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters. Er favorisiere das auch für die Zukunft. Seehofer sollte auf die aktuelle Debatte reagieren: „Ich gehe davon aus, dass er sich nicht an sein Amt klammert. Er muss jetzt von sich aus sagen, wie es weitergehen soll.“

Der Finanzexperte Michelbach ist auch Vize der CSU-Landesgruppe im Bundestag. Nachdem die neue bayerische Staatsregierung unter Ministerpräsident Markus Söder stehe, sei es nun an der Zeit, über die inhaltliche, strukturelle und personelle Aufstellung der Partei für die Zukunft zu sprechen, sagte er.

Auch der frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber rät Seehofer, dem Beispiel von Kanzlerin Angela Merkel zu folgen und sein Partei-Spitzenamt aufzugeben, wie er gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ deutlich machte. Wie Michelbach plädiert er dafür, die Ämter des CSU-Vorsitzenden und des Ministerpräsidenten in Bayern wieder in eine Hand zu geben. „Wenn man das Amt des Ministerpräsidenten von dem des Parteivorsitzenden trennt, ist das schwächer.“ Er rechne damit, dass ein Sonderparteitag über den Wechsel an der CSU-Spitze entscheide.

Seehofer selbst will, sofern keine einvernehmliche Lösung in seiner Partei gefunden wird, nach Informationen der „Bild am Sonntag“ einen klaren Schlussstrich ziehen, und zwar nicht nur als Parteivorsitzender, sondern auch als Bundesinnenminister. Ein monatelanges „Durchwursteln“ im Ministeramt werde es mit Seehofer nicht geben, berichtete die Zeitung unter Berufung auf enge Vertraute des Politikers. Seehofer trifft sich am Sonntag mit den mächtigen CSU-Bezirksvorsitzenden, um über die inhaltliche und personelle Zukunft der Partei zu sprechen.

  • rtr
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