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Daniel Cohn-Bendit Grünen-Urgestein steigt aus der Politik aus

Daniel Cohn-Bendit ist einer der prominentesten Grünen. Lange Zeit bestimmte er den Kurs der Partei entscheidend mit. Jetzt kündigte er seinen Rückzug aus der Politik an.
15.04.2011 - 12:40 Uhr 6 Kommentare

Paris Daniel Cohn-Bendit (66), deutsch-französischer Grünen-Politiker und Alt-68-er, will aufhören. Nach dem Ende seines Mandats in drei Jahren will der Europaparlamentarier nicht mehr für ein wichtiges politisches Amt kandidieren. "Ich möchte nicht, dass die Politik mich krank macht", sagte er der Pariser Zeitung "Libération" (Freitag).

Alles habe seine Zeit, sagte Cohn-Bendit. Auch Achtung sei zeitlich begrenzt, das sehe er selbst an seinen Idolen. "Bob Dylan war außergewöhnlich. Doch heute tourt er durch Vietnam und China, wo man ihm verbietet ,Blowin' in the Wind' zu singen. Unter diesen Umständen lohnt es sich nicht mehr, Bob Dylan zu sein."

In der Sponti-Szene von Frankfurt am Main spielte Cohn-Bendit in den 70er Jahren eine führende politische Rolle und war Herausgeber des Stadtmagazins Pflasterstrand. Gemeinsam mit Joschka Fischer engagierte er sich von Beginn an in der alternativen Bewegung, 1984 wurde er Mitglied der Grünen und vertrat den Realo-Flügel. Oberbürgermeister Volker Hauff machte ihn 1989 im ersten rot-grünen Magistrat der Stadt Frankfurt zum ehrenamtlichen Dezernenten für multikulturelle Angelegenheiten.

1994 wurde er in das Europäische Parlament gewählt, wo er seit 2002 Co-Vorsitzender der Fraktion Die Grünen/Europäische Freie Allianz ist. Er kandidierte abwechselnd für die deutschen und die französischen Grünen.

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    Noch Anfang 1991 hatte Cohn-Bendit vor dem Zweiten Golfkrieg die Friedensbewegung unterstützt und gefordert, nach friedlichen Lösungen zu suchen. Während der Jugoslawienkriege änderte Cohn-Bendit seine pazifistische Einstellung und war einer der ersten, die ein militärisches Eingreifen der westeuropäischen Staaten forderte. Auf dem Sonderparteitag der Grünen in Aachen 1993 gehörte er zur Minderheit der etwa 30 Köpfe umfassenden "Bellizisten". Als 1998 ein Kriegseinsatz im Kosovo akut wurde, forderte er statt der beschlossenen Luftangriffe den Einsatz von Bodentruppen. Der damalige Außenminister Joschka Fischer wollte so weit nicht gehen.

    Cohn-Bendit schrieb zahlreiche politische Bücher und ist Moderator in verschiedenen Fernsehsendungen. Er wohnt in Frankfurt, ist deutscher Staatsbürger, hat einen Sohn und ist seit 1997 mit seiner vormals langjährigen Freundin Ingrid Apel verheiratet.

    • dpa
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    6 Kommentare zu "Daniel Cohn-Bendit: Grünen-Urgestein steigt aus der Politik aus"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Werden jetzt schon Provinzpolitiker mit einem Nachruf bedacht?

    • welchr Journalist um Gottes Willen, hat denn diesen "rosartoen" Lobenartikel geschrieben?
      Kohn-Bendit einer der größten Hetzer gegen alles Deutsche.
      Ein Luntenleger und Drecksack.
      Gut dass ein solcher Antidetuscher verschwindet.
      Er aht genug Schaden angerichtet
      Liebes Handelsblatt, das ist Bildzeitungs-Niveau

    • ganz genau... Das so jemand überhaupt noch frei rumlaufen darf ist eine Schande für unsere Gesellschaft! Darüber schreibt ihr nix liebes Handelsblatt...
      http://www.schweizerzeit.ch/0501/kinder.htm

    • Mir wer lieber, wenn der hier endlich mal seine Fresse halten würde:
      http://badenbruddler.npage.de/arsch_des_monats_89960325.html

    • 'kann er ja wieder Kindergärtner werden und sich um die Kleinen "kümmern".

    • Das hört sich danach an, als gäbe es keine Chance mehr, das System der Parteien, sprich die Politikerkaste von innen her zu reformieren. Als dann doch verstärkt graswurzeln?

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