Debatte um seine Zukunft Stoiber verbittet sich Abschiebung auf Ruhepöstchen

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In einer aktiven politischen Rolle möchte man Stoiber in CSU-Führungskreisen eigentlich nicht gern sehen. Das wäre möglicherweise nur ein Abklatsch des derzeitigen Stoiber und könnte zu Irritationen führen, wird befürchtet. Besser sei der Jurist beraten, den Weg zu gehen, den viele große Politiker nach ihrem Abtritt gegangenen seien: in eine Anwaltskanzlei oder eine Beratungsgesellschaft.

Während König Stoiber mit seinem geplanten Milliarden- Zukunftsprogramm noch kurz vor seinem Abtritt Pflöcke einschlägt, muss sein Kronprinz Beckstein monatelang in der Warteschleife verharren. Keine leichte Situation für den Innenminister, denn die von Stoiber in Kreuth selbst bestimmte Wegstrecke bis September ist noch lang, räumt man auch in der Parteiführung ein.

Beckstein wird nicht im Berliner Koalitionsausschuss sitzen. Dort könnte Huber Platz nehmen, wenn er denn gegen Bundesagrarminister Horst Seehofer bei der Abstimmung über den CSU-Vorsitz Ende September gewinnt. In München aber wäre ein Parteichef Huber, wenn er weiter Wirtschaftsminister bliebe, im Kabinett Beckstein untergeordnet. Stoiber zeigte Huber mit Blick auf dessen Personalspekulationen nun erstmals die Grenzen: „Das ist nicht unbedingt die Champions League, in die die CSU gehört, und wo sie auch weiter spielen muss.“

Um einen Abschied Stoibers im Zorn zu verhindern, nimmt der eine oder andere im Vorstand zähneknirschend die Frist bis September in Kauf. Murrend wird hingenommen, dass Stoiber den Parteitag in München und nicht in der Frankenmetropole Nürnberg abhalten will. Nürnberg wäre ein Heimspiel für Beckstein.

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