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Demonstrationen Polizeigewalt in USA: Proteste auch in Deutschland

In Berlin und München sind am Pfingstsonntag Tausende Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen Rassismus und Polizeigewalt zu demonstrieren.
01.06.2020 - 15:52 Uhr Kommentieren

Nach Tod von George Floyd: Proteste in Europa

Berlin, München Der gewaltsame Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in den USA hat auch Proteste in Deutschland ausgelöst. In Berlin zogen am Sonntag nach Angaben der Polizei in der Spitze rund 1500 Teilnehmer durch Kreuzberg, um gegen Polizeigewalt zu demonstrieren. Bereits am Samstag hatten etwa 2000 Menschen vor der US-Botschaft in Berlin protestiert. In München beteiligten sich am Samstagabend bis zu 350 Menschen an einem spontanen Demonstrationszug, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Unter den Demonstranten in Berlin-Kreuzberg waren auch Familien und Kinder. Sie zeigten Plakate mit Slogans wie „I can't breathe, Justice for George Floyd“ und „Being black is not a crime“. Zuvor war ein „Gedenkmarsch gegen rassistische Polizeigewalt in den USA“ zum Brandenburger Tor gezogen, laut Polizei schlossen sich rund 200 Menschen an. Beide Kundgebungen waren von Privatperson angemeldet worden, die mit deutlich weniger Teilnehmern gerechnet hatten.

Die Protestzüge in Berlin verliefen friedlich, auch in München gab es keine Zwischenfälle. In der bayerischen Landeshauptstadt trugen die Menschen Plakate, skandierten Sprechchöre und zogen am US-Konsulat vorbei. „Bis auf eine Beleidigung gegenüber einem Polizeibeamten kam es zu keinen weiteren Vorkommnissen“, hieß es im Polizeibericht.

George Floyd war vor einer Woche nach einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota gestorben. Einer von vier beteiligten Beamten hatte dem 46-Jährigen minutenlang sein Knie in den Nacken gedrückt. Bitten des Afroamerikaners, ihn atmen zu lassen, ignorierte er. Der gewaltsame Tod hat schwere Ausschreitungen in den USA ausgelöst.

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    Mehr: Musiker, Schauspieler und Sportler trauern im Internet um George Floyd. Sie solidarisieren sich mit den Demonstranten oder nehmen selbst an Protesten teil.

    • dpa
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