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Premium Der Kanzler und die Journalisten Kohls ewiger Kampf mit den Medien

Helmut Kohl teilte die journalistische Welt in Gut und Böse auf. Politisch konnte er sich auf die Chefs von Verlagen und Sendern verlassen. Das Netzwerk hielt – und bescherte der Republik etwa das Privatfernsehen.
19.06.2017 - 10:27 Uhr
Eine wichtige Entscheidung bei Springer fiel gegen den Willen von Leo Kirch – und damit von Kohl. Quelle: dpa
Kohl-Büste vor dem Axel-Springer-Hochhaus in Berlin

Eine wichtige Entscheidung bei Springer fiel gegen den Willen von Leo Kirch – und damit von Kohl.

(Foto: dpa)

München Gemeinhin gilt Gerhard Schröder (SPD) als erster deutscher Medienkanzler. In Wahrheit aber hatte er auch hier einen Vorgänger: Helmut Kohl (CDU), jenen Mann, den der Sozialdemokrat 1998 abgelöst hat. Wo Schröder lustvoll schwadronierte, zum Regieren brauche er nur „Bild, BamS, Glotze“, blieb der Christdemokrat in solchen Dingen öffentlich stumm und hielt sich lieber direkt an die Eigentümer von Bild, BamS, Glotze et cetera, also an Personen wie Axel Springer, Leo Kirch oder Dieter Schaub („Rheinpfalz“-Verleger). Das Wohlwollen der Oberen sicherte die Kommentierung der Unteren.

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