Desiderius-Erasmus-Stiftung AfD-Konvent gibt kein grünes Licht für parteinahe Stiftung

Im April hatte die AfD-Spitze die Anerkennung einer parteinahen Stiftung empfohlen. Nun sprach sich der AfD-Konvent jedoch vorerst dagegen aus.
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Der Bundesvorstand der AfD hat die ehemalige CDU-Politikerin als Leiterin der neuen parteinahen Stiftung vorgeschlagen. Quelle: dpa
Erika Steinbach

Der Bundesvorstand der AfD hat die ehemalige CDU-Politikerin als Leiterin der neuen parteinahen Stiftung vorgeschlagen.

(Foto: dpa)

BerlinDer AfD-Konvent hat sich vorerst dagegen ausgesprochen, eine von Erika Steinbach geleitete Stiftung als parteinah anzuerkennen. Nach Angaben aus Parteikreisen lehnten es die Delegierten am Sonntag in Berlin ab, eine Entscheidung in der seit Jahren umstrittenen Stiftungsfrage zu fällen. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Stiftungspläne der AfD damit begraben sind. Als wahrscheinlich gilt, dass die Frage beim Bundesparteitag am 30. Juni in Augsburg erneut auf die Tagesordnung kommt.

Diskussionen gab es auf dem Konvent demnach auch um die beiden Namen, die für die Stiftung im Gespräch sind – Desiderius-Erasmus-Stiftung und Gustav-Stresemann-Stiftung. Der ehemalige AfD-Fraktionsvorsitzende aus Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, sagte, weder der nationalliberale Außenpolitiker Gustav Stresemann noch der Humanist Erasmus von Rotterdam stünden für Ideen, mit denen sich die Mehrheit der AfD-Mitglieder voll identifizieren könne.

Die AfD-Spitze hatte im April nach langen internen Debatten die Anerkennung einer parteinahen Stiftung unter der Leitung der früheren CDU-Politikerin Steinbach empfohlen. Steinbach ist ehemalige Präsidentin des Bundes der Vertriebenen. Der Stiftung winken Millionen an staatlichen Zuwendungen. 2017 haben parteinahe Stiftungen insgesamt 581 Millionen Euro erhalten. Zu ihren Aufgaben gehören die politische Bildung und die Vergabe von Stipendien an Studenten.

  • dpa
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1 Kommentar zu "Desiderius-Erasmus-Stiftung: AfD-Konvent gibt kein grünes Licht für parteinahe Stiftung"

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  • Herr Poggenburg hat mit seiner Einschätzung recht, dass weder der nationalliberale und USA-freundliche Gustav Stresemann, noch der Humanist und Friedensfreund Erasmus von Rotterdam für die Positionen der Mehrheit der AfD-Mitglieder stehen.
    Mir fällt ein Name ein, der diese Mehrheit in der AfD viel besser anspricht:
    Carl Schmitt.

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