Deutsche Bahn Dobrindt für kostenloses WLAN auch im Nahverkehr

Die Deutsche Bahn soll schnelles Internet auch in Regional- und S-Bahnen kostenlos bereitstellen, wie Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt fordert. Derzeit gibt es Wlan nur in ICEs und für Kunden der ersten Klasse.
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Die Deutsche Bahn könne das Verkehrsmittel des digitalen Zeitalters werden, sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Quelle: ap

Die Deutsche Bahn könne das Verkehrsmittel des digitalen Zeitalters werden, sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt.

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BerlinBundesverkehrsminister Alexander Dobrindt fordert von der Deutschen Bahn auch im Nahverkehr eine Ausstattung der Züge mit schnellem Internet. „Es genügt nicht, nur den Fernverkehr auszurüsten, auch Regionalzüge und S-Bahnen müssen einen drahtlosen Internetzugang haben“, sagte der CSU-Politiker der Süddeutschen Zeitung (Mittwochsausgabe).

Die schnellen Wlan-Verbindungen solle der Staatskonzern seinen Kunden zudem kostenlos zur Verfügung stellen, wie es bei der wachsenden Fernbus-Konkurrenz schon weitgehend Standard ist. Sowohl die Bahn als auch ihre Konkurrenten im Regionalverkehr müssten sich auf die „sich verändernden Lebensrealitäten einstellen und daher Mobilfunk und schnelles Internet in allen Zügen anbieten“. Die Bahn könne das Verkehrsmittel des digitalen Zeitalters werden, sagte Dobrindt. Nötig sei aber eine Modernisierungsoffensive, um dieses Potenzial voll auszuschöpfen.

Derzeit stellt die Bahn nur im ICE und nur ihren Kunden in der ersten Klasse kostenlos WLAN zur Verfügung. Die übrigen Fahrgäste müssen voraussichtlich noch bis 2016 auf drahtlosen Internetzugang warten. Denn die Deutsche Bahn will den ganzen Zug erst ausstatten, wenn die Technik auch stabil funktioniert.

Die Bahn verwies gegenüber der Zeitung darauf, dass sie den Regionalverkehr, anders als den Fernverkehr, nicht eigenwirtschaftlich betreibe, sondern von den Ländern damit beauftragt werde.

„Wenn WLAN in Regionalzügen gewünscht wird, muss zum einen die entsprechende Bordtechnik in der Ausschreibung der Verkehrsverträge berücksichtigt werden. Zum anderen muss aber auch entlang der Strecken die zwingend notwendige Mobilfunk-Infrastruktur verfügbar sein“, hieß es. „Bei entsprechender Bestellung rüsten wir gerne unsere Züge aus.“

  • dpa
  • rtr
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6 Kommentare zu "Deutsche Bahn: Dobrindt für kostenloses WLAN auch im Nahverkehr"

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  • Warum Wlan, statt Fahrplaneinhaltung und jeden Ort zu erreichen mehrmals täglich und nicht nur morgens 1x und abends 1x???

  • Übrigens, wer soll denn hier wieder einen Auftrag zugeshoben bekommen?

  • Dobrint lenkt wieder wunderbar ab:

    Er hat die LKW-Maut bei Tollcolect gelassen. Somit entgehen dem Staat Milliarden! Laut dem Verrag hätte der Bund im letzten Jahr das geschäft und damit die Gewinne übernehmen können. Dobrint hat das im Auftrag von Telekom & Co. nicht getan! Gegen die Interessen der Bürger.

    Dobrint möchte private Investoren an Verkehrsprojekten beteiligen. Dies führt nachgewiesenermaßen zu einer Verteuerung. Schließlich wollen die Unternehmenja auch noch Renditen > 7%/Jahr generieren. Das zahlen die Bürger in kommenden Jahren!

    Alle also nur Nebelkerzen um von diesen beiden Dingen abzulenken!

  • Die Politiker sind letztlich das Spiegelbild der Gesellschaft.

    Zum Artikel: Nein, ich brauche kein Internet in der Bahn. Im Übrigen wäre ich dankbar, wenn Mobiltelefone ausgeschaltet blieben, danke.

  • Volksvertreter mit Kompetenz, das wär mal was !

  • Herr Dobrindt zusammen mit Horst Wendehals haben bereits das Mautprojekt vergeigt.

    Was soll die blöde Schnapsidee den Regionalbetrieb mit kostenlosem Wlan auszurüsten. Da werden lediglich Kosten erzeugt, die Bahnreisende zahlen dürfen. Der Mehrwert im Regionalverkehr lässt sich eben sowenig errechnen, wie die Dobrindt-Maut jemals einen Gewinn abwerfen wird. Dobrindt sollte dafür sorgen, dass die Bahn pünktlich fährt, die Preise rückläufig sind und den Strassenverkehr durch Verlagerung auf die Schiene zu entlasten. Das würde aber voraussetzen, dass er zu Denkaufgaben greifen müsste und da sind nunmal Dobrindts grösste Defizite. Populistisches Geschwafel und Dampfplauderei haben sich bei ihm derart eingebrannt, dass seine Forderungen immer niveauloser werden.

    Vielleicht setzt er sich mal in eine 10te Klasse und lässt sich bei einem Brainstorming inspirieren? Jeder Zehntklässler ist Dobrindt um Längen voraus.


    Dobrindt hat nichts erreicht und landet mit seiner Forderung den nächsten Flop. Wahrscheinlich bereitet er schon die Wiederauflage seines nächsten Neujahrsbriefs vor. Wenn Dobrindt schon von niemandem Lob erhält, dann doch wenigstens Eigenlob!


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