Deutsche Wohnen „Pflegeheime sind ein spannender Markt“

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen hat im großen Stil Pflegeheime aufgekauft und hofft auf vier Prozent Rendite, erklärt Finanzchef Philip Grosse.
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Der Immobilienkonzern hofft bei Pflegeheimen auf hohe Rendite. Quelle: dpa
Deutsche Wohnen

Der Immobilienkonzern hofft bei Pflegeheimen auf hohe Rendite.

(Foto: dpa)

Der Immobilienkonzern will 30 weitere Pflegeheime kaufen. Die Gründe erläutert der Finanzchef.

Warum engagiert sich Ihr Unternehmen im Pflegebereich?
Der Pflegeimmobilienmarkt ist ein spannender und wachsender Markt, der sich in den kommenden Jahren weiter konsolidieren wird. Die Deutsche Wohnen ist seit über 20 Jahren mit der Katharinenhof GmbH im Bereich Pflege und betreutes Wohnen engagiert. Daher verfügen wir über viel Erfahrung in diesem Bereich und werden uns auch weiter dort engagieren.

Welche Rendite erhoffen Sie sich aus Ihrem Pflegeengagement?
Die erwartete operative Rendite liegt bei circa vier Prozent, weil es einen großen Investitionsbedarf im Pflegebereich gibt. Um den Bedarf an Pflegeplätzen in Deutschland zu decken, müssen – so schätzt man — in den nächsten Jahren mehr als 50 Milliarden Euro investiert werden. Private Unternehmen, die langfristig und nachhaltig investieren möchten, können hier einen Beitrag leisten, dringend benötigtes Kapital in den deutschen Pflegemarkt zu leiten.

Quelle: Deutsche Wohnen
Philip Grosse

Stimmen Sie Gesundheitsminister Spahn zu, dass das unternehmerische Risiko im Pflegesektor gering ist, weil die Leistungen ja durch Pflegekassen und Angehörige auf jeden Fall erbracht werden?
Nein, ein unternehmerisches Risiko besteht. Nur ein Beispiel: Pflegeimmobilien müssen besonderen baulichen Ansprüchen genügen und eine gewisse Flexibilität mitbringen, zum Beispiel wenn sich Vorgaben hinsichtlich Ausstattungsqualität oder Belegungsschlüssel ändern. Diese Risiken trägt der Eigentümer. Und auch das für die Pflegebranche so wichtige Thema Personal stellt eine erhebliche unternehmerische Aufgabe dar.

Was halten Sie als Investor von gesetzlich definierten Untergrenzen für die Personalausstattung in Pflegeheimen?
Das ist nicht die erste Frage, die sich stellt. Die Diskrepanz zwischen Nachfrage und Angebot von Pflegekräften wächst weiter. Darum muss der Pflegeberuf attraktiver werden. Dafür müssen Pflegekräfte nicht nur angemessen entlohnt werden, das Ansehen und das Image des gesamten Berufsfeldes müssen deutlich aufgewertet werden. Nicht zuletzt brauchen wir einfache und flexible Verfahren, um Fachkräfte aus dem Ausland besser in das deutsche Pflegesystem zu integrieren. 


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