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"Deutschland 2020" SPD plant gewaltige Steuererhöhungen

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Gering- und Normalverdiener sollen geschont werden

Der Bericht umfasst alle Politikfelder von der Infrastruktur über eine „Neue Ordnung am Arbeitsmarkt“ sowie die Gleichstellung von Frauen und Männern bis hin zu „gerechten Steuern und Finanzen“. Auf lange Sicht sollen demnach allenfalls Gering- und Normalverdiener entlastet werden. „Längerfristig wollen wir mit Priorität die unteren und mittleren Einkommen entlasten“, heißt es in dem Bericht. Familien mit geringem Einkommen könne eine Neukonzeption des Kindergeldes und des Kinderzuschlages zugutekommen. Der Spielraum dafür dürfe aber nicht über neue Schulden finanziert werden.

Im übrigen untermauert der Bericht das von einem SPD-Parteitag beschlossene Steuer- und Finanzkonzept. Der Spitzensteuersatz soll von 42 auf 49 Prozent steigen und für Alleinstehende ab einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro greifen. Betreffen soll die Steuererhöhung erst Einkommen ab 64.000 Euro. Für Einkommen zwischen 52.885 Euro (ab hier gelte der derzeitige Spitzensteuersatz) und 64.000 Euro solle eine Proportionalzone eingeführt werden, in der der Steuersatz von 42 Prozent nicht ansteige. Die SPD verspreche sich davon Mehreinnahmen für den Gesamtstaat von sechs Milliarden Euro.

Die Wiedereinführung der Vermögensteuer soll den Ländern zehn Milliarden Euro bescheren. Die Heraufsetzung der Abgeltungsteuer für Kapitalerträge von 25 auf 32 Prozent soll eine Milliarde Euro bringen, eine Finanztransaktionssteuer drei Milliarden Euro.

Ein flächendeckender Mindestlohn von 8,50 Euro soll den Staat um rund fünf Milliarden Euro entlasten. Zwei Milliarden Euro kämen durch Subventionsabbau etwa beim Agrardiesel oder bei großen Dienstwagen hinzu. Im Bereich Bildung werde der Bund bis zu zehn Milliarden Euro zusätzlich investieren. Für Investitionen in Infrastruktur und die Energiewende würden drei Milliarden Euro „dauerhaft und zusätzlich“ in die Hand genommen. Ab 2020 soll es für alle Kinder einen Rechtsanspruch auf einen Platz an einer Ganztagesschule geben.

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109 Kommentare zu ""Deutschland 2020": SPD plant gewaltige Steuererhöhungen "

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Steuererhöhungen um hunderte von Milliarden für den Club Med rauszuschmeißen? Ich glaub die spinnen. Gott sei Dank gibt es Alternativen zu Blockflöten-verein.

  • Na, dann brauche ich keinen Wal-o-Mat mehr. Und wenn Gabriel im K-Rennen bleibt, sowieso nicht. Die SPD nimmt sich selbst aus dem Rennen, will wohl in der Opposition bleiben?! Anders lässt sich so ein "Wahlkampf" nicht erklären. Die FDP hat's erkannt: Besser man tönt erst groß von Steuerentlastungen, der Bürger vergisst's während der Legislöaturperiode ja eh, wenn nix kommt. Aber schon mit Steuererhöhungsforderungen in den Kampf ziehen, ist der absolute PR-GAU. In Sachen Populismus kann die SPD von anderen Parteien noch jede Menge lernen...

  • Steuersenkungen ....mehr fällt den Kapitaldienern nicht ein.

    Das SPD Konzept hat gute Ansätze, aber um wieder "sozial"demokratisch zu werden muß die Partei endlich ihren Schmusekurs mit Kapital und Industrie ändern und wieder zur Partei der Arbeitnehmer werden. Interessenvertreter der oberen 20% gibt es ja schon genügend.
    Im Sinne einer stabilen Demokratie ist eine starke und schlagkräftige mitte-links Volkspartei sehr zu wünschen - was zehn Jahre neoliberaler Wahnsinn mit der Gesellschaft anrichten kann jeder der sehen will täglich beobachten. Eine geklonte Union mit SPD Stempel braucht niemand - Steinmeier sollte sich an sein "großartiges" Ergebnis von 2009 erinnern. Vielleicht dämmert es ja einigen Spitzen"genossen" was zehn Jahre Agendapolitik aus der Partei gemacht haben - vielleicht.

  • SPD = Steuererhöhungs Partei Deutschlands
    ================================
    Dazu fällt mir nur der "Schrödersong" ein:
    "Ich erhöh euch die Steuern, gewählt ist gewählt, ihr könnt mich jetzt nicht mehr feuern, das ist ja das geile an der Demokratie ...".
    Auch wenn die Steuereinnahmen immer neue Rekordwerte erreichen, für die SPD reicht es nie!
    Sie wollen also 20Mrd mehr einnehmen; ob das reicht für die geplante Schuldenunion und Eurobonds?
    Und wer ist bei der SPD ein "Normalverdiener"? Der H4ler, der Niedriglöhner?
    Schon der qualifizierte Facharbeiter zählt ja dort schon zu den bösen "Besserverdiener", den es zu schröpfen gilt.
    Und dann sind da ja noch die "Superreichen", welche über 1Mio/a verdienen; sollen die nicht 75%-95% Steuern zahlen?

  • Mit dem BVerfG-Urteil vm 25.07.2012 haben alle Polit-Akteure ihre Legitimation verloren und das Wahlgesetz ist ungültig.

  • Steuererhöhungen....Mehr fällt den Sozialisten nie ein.....

  • Nun!
    Man hätte sich für diese tolle Realsatire bedanken können.
    Man hätte mitteilen können, daß man die ganze Sache aus diesem
    Blickwinkel noch gar nicht betrachtet habe, den Text 2 mal
    gelesen habe, darüber nachgedacht hat und nun empört darüber ist,
    daß man von Bankern und Politikern schamlos über den Tisch gezogen
    und buchstäblich versklavt wird.
    Und zwar völlig ohne Not.
    Denn wir leben ja nicht von irgendwelchen künstlich definierten
    und manipulierten Verrechnungseinheiten (im Moment heißen diese Euro),
    die uns eine Krise vorspielen, sondern von den Gütern und
    Dienstleistungen die diese Gesellschaft hervorbringt.

  • Wir werden alle keine Steuern mehr zahlen müssen!


    Debo, was soll man dazu schreiben, Kommentar überflüssig.

  • ja, die Freien Wähler, was sonst

  • bis jetzt haben die kein gültiges Wahlgesetz
    laut ihren VG. Und so wie ich die Hohlkörper kenne,
    bekommen die auch keins hin bis 2013.
    Wählt man halt nach dem alten nun Illegalen.
    Die BRD Verwalter machen eh was sie wollen.
    Ob mit Volk oder ohne. Hauptsache Michel zahlt alles schön.

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