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Deutschland-Dinner Mit Saft die Wahl gewinnen

In Stuttgart will ein Parteiloser Oberbürgermeister werden. Beim Deutschland-Dinner stellt sich Sebastian Turner den Fragen der Handelsblatt-Leser. Kann sich der freundliche Unternehmer auch in der Politik durchsetzen?
3 Kommentare
Beim Deutschland-Dinner stellt sich Sebastian Turner den Fragen der Handelsblatt-Leser.

Beim Deutschland-Dinner stellt sich Sebastian Turner den Fragen der Handelsblatt-Leser.

Stuttgart Okay. Stuttgart ist eine wichtige Stadt. Mercedes, Porsche - alle da. Stuttgart hat auch manche Persönlichkeit in der Lokalpolitik hervorgebracht, die einen nationalen Glanz entfalteten. Manfred Rommel zum Beispiel, 22 Jahre stand er an der Spitze der Landeshauptstadt und verteidigte den Posten für die CDU. Aber wer weiß schon außerhalb der Stadtgrenzen, dass am 7. Oktober wieder Wahlen sind? Interessante sogar.

Mit Sebastian Turner tritt nämlich ein parteiloser Unternehmer gegen einen grünen Kandidaten an. Turner war mal Chef von 1600 Mitarbeitern bei der Werbeagentur Scholz & Friends. Er ist Stuttgarter, jedenfalls hier aufgewachsen, Sohn eines Beamten und ehemaligen Berliner Wissenschaftssenators. "Wir können alles außer Hochdeutsch", ist ein Spruch, den er sich zuschreiben darf, und der das Ländle jenseits seiner Grenzen so sympathisch gemacht hat.

Impressionen vom Deutschland-Dinner
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Gutes Essen und anregende Gespräche: Das Handelsblatt lud Leser zum Deutschland-Dinner ins Hotel Maritim in Stuttgart.

(Foto: Andy Ridder für Handelsblatt)
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Mehrere hundert Gäste, darunter viele Abonnenten des Handelsblatts, kamen zu der Veranstaltung.

(Foto: Andy Ridder für Handelsblatt)
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Moderatorin und Handelsblatt-Online-Redakteurin Jessica Schwarzer begrüßte die Gäste in der Alten Reithalle in Stuttgart.

(Foto: Andy Ridder für Handelsblatt)
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Handelsblatt-Chefredakteur Gabor Steingart hatte dem Hauptgast des Deutschland-Dinners Glückwünsche zu überbringen. Denn der Stuttgarter Oberbürgermeister-Kandidat war ...

(Foto: Andy Ridder für Handelsblatt)
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... am Nachmittag Vater von Zwillingen geworden – in Berlin. Dennoch nahm Sebastian Turner die Reise zurück nach Stuttgart auf sich, um mit Gabor Steingart und den Gästen zu diskutieren.

(Foto: Andy Ridder für Handelsblatt)
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Unter den Gästen war auch Verwandtschaft Sebastian Turners (von links): Carl Turner, Edda Turner und Prof. Dr. George Turner.

(Foto: Andy Ridder für Handelsblatt)
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Die Fragen der Zuschauer beantwortete Turner gerne und oft mit Humor. Die letzte interessierte besonders: Seine Eltern Edda und George Turner, der ehemalige Berliner Wissenschaftssenator, wollten „endlich wissen, wie unsere neuen Enkelinnen heißen“. Der frischgebackene Zwillingsvater wich aus: „Mit Nachnamen heißen sie Turner.“

(Foto: Andy Ridder für Handelsblatt)

Ihm ist das Kunststück gelungen, die Koalitionsverhandlungen schon vor der Wahl zu führen mit dem Ergebnis, dass CDU, FDP und die in Stuttgart und Umgebung erfolgreichen Freien Wähler sich auf ihn, den 46-jährigen, blonden, freundlichen Geschäftsmann mit randlosen Brille einigten, und ihn für sich aufstellten.

44 Prozent erreichen die drei Parteien derzeit rein rechnerisch - Turner hat damit Chancen, erster parteiloser Oberbürgermeister einer Landeshauptstadt zu werden. Einer also, der sich nicht festlegen will. Dem es egal ist, ob seine Ansichten als grün oder konservativ beschrieben werden. "Hauptsache", denkt er, "es ist meine Meinung."

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3 Kommentare zu "Deutschland-Dinner: Mit Saft die Wahl gewinnen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Was meist nicht erwähnt wird, was aber Herr Turner schon öffentlich ausgesprochen hat, ist die Tatsache, dass er eine "CDUnahe" Grundauffassung hat. Er mag zwar nicht Parteimitglied sein, unparteiisch ist er jedenfalls nicht.

  • Wenn „Keine Ahnung“ zu haben die Voraussetzung ist, um in Stuttgart OB zu werden, dann ist Herr Turner mit Sicherheit der richtige Mann für diese Amt.

    Wir könnten dann das Stuttgarter Rathaus abschaffen und eine IG / AG daraus machen. Dann noch schnell ein Schild gemalt "Großer Ausverkauf" und "Entsaftet Stuttgart" und alles wird Gut.

  • Es scheint sich einzubürgern, dass man mit Getränken die Wahl zu gewinnen versucht. Ein anderer, ebenfalls parteiloser Kandidat, versucht sich mit Bier und illustriert Wege für Stuttgart, wie die Region mit dem Ende des Wachstum umgehen kann.
    [...]

    +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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