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„Deutschland-Stipendium“ Schavans Prestigeobjekt droht zu floppen

Besonders schlaue Studenten sollen mit einem 300-Euro-„Deutschland-Stipendium“ belohnt werden. Aber das von Bundesbildungsministerin Annette Schavan gestartete Programm wird angeblich wenig genutzt.
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An vielen Universitäten wird das Projekt erst im kommenden Wintersemester starten. Quelle: ap

An vielen Universitäten wird das Projekt erst im kommenden Wintersemester starten.

(Foto: ap)

BerlinDas „Deutschland-Stipendium“ für besonders leistungsstarke Studenten steht ein Jahr nach seinem Start in der Kritik. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Klaus Hagemann sagte der Nachrichtenagentur dpa: „Das Prestigeobjekt von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) war bisher ein Flop.“ In vielen Regionen hätten die Hochschulen erhebliche Probleme, den geforderten Anteil der Wirtschaft für die Stipendien einzuwerben. Die schwarz-gelbe Koalition wies die Kritik als unseriös zurück. An vielen Universitäten starte das Projekt erst im bevorstehenden Wintersemester.

Hintergrund ist die Antwort des Bildungsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage von Hagemann. Darin heißt es, von den zehn Millionen Euro, die im Haushalt 2011 für das Stipendienprogramm bereitgestellt wurden, seien erst 1,45 Millionen Euro abgerufen worden. Außerdem wurde bislang mehr Geld für Werbung, Schulungen, Internetportale und Verwaltungskosten ausgegeben als für die Unterstützung von Studenten.

Über das „Deutschland-Stipendium“ sollen leistungsstarke Studenten monatlich 300 Euro erhalten - unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern. Voraussetzung ist, dass die jeweilige Hochschule 50 Prozent des Geldes bei Sponsoren in der Wirtschaft einwirbt. Die anderen 50 Prozent übernimmt der Bund. Ein Großteil der Hochschulen werde jedoch erst im Wintersemester mit der Vergabe beginnen, schreibt Bildungs-Staatssekretär Helge Braun (CDU) in der Antwort. Die Universitäten hätten die vergangenen Monate dazu genutzt, sich auf die Beteiligung an dem Programm vorzubereiten.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Quelle: dapd

Bundesbildungsministerin Annette Schavan.

(Foto: dapd)

Die FDP warf den Sozialdemokraten vor, sie habe in ihrer Regierungszeit den Aufbau einer Stipendienkultur versäumt. „Die SPD hat ein ideologisches Problem mit Spitzenförderung“, sagte der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Patrick Meinhardt. „Deswegen tragen wir auch im internationalen Vergleich bei der Talentförderung die rote Laterne.“

Der SPD-Politiker Hagemann, der Mitglied im Haushaltsausschuss ist, verwies trotz Kritik darauf, dass die Bundesregierung die Mittel für das Stipendienprogramm im nächsten Jahr auf 36,7 Millionen Euro aufstocken will. „Das ist ein Zuwachs von 267 Prozent - die höchste Steigerungsrate im gesamten Einzelplan von Frau Schavan.“

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