Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Deutschlandtrend AfD im Höhenflug – Union auf Rekordtief

Nach dem Asylstreit zwischen CDU und CSU, an der beinahe die große Koalition zerbrochen wäre, befindet sich die AfD im Aufwind. Die Union verliert.
Kommentieren
ARD-„Deutschlandtrend“: AfD im Höhenflug – Union auf Rekordtief Quelle: Reuters
AfD-Anahänger vor dem Kanzleramt

Die rechtspopulistische Partei zieht in einer neuen Wählerumfrage beinahe mit der SPD gleich.

(Foto: Reuters)

Berlin, New YorkRekordtief für die Union, Rekordhoch für die AfD: Die CDU/CSU ist im ARD-„Deutschlandtrend“ auf 29 Prozent gesunken, die AfD auf 17 Prozent gestiegen. Das ist der tiefste Wert, der in der Umfrage von Infratest dimap je für die Union gemessen wurde – und der höchste Wert für die AfD. Sie liegt damit nur noch einen Punkt hinter der SPD.

Die Ergebnisse ähneln denjenigen aus dem „Sonntagstrend“, des Meinungsforschungsinstituts Emnid für die „Bild am Sonntag“ vergangene Woche. Auch dort sah man die Union bei 29 Prozent. Allerdings kam die AfD hier lediglich auf 15 Prozent, bei der SPD wurden ebenfalls 18 Prozent ermittelt. Bei der Bundestagswahl im vergangenen September wählten noch 32,9 Prozent die CDU/CSU.

Unter dem Strich sind die Veränderungen allerdings gering: Die Union verliert im Vergleich zur letzten Erhebung Anfang Juli einen Prozentpunkt, die AfD gewinnt einen hinzu. Die SPD bleibt im Dauertief bei unverändert 18 Prozent. Die Grünen verbessern sich auf 15 Prozent (+1), die Linke kommt auf 9 (unverändert), die FDP auf 7 Prozent (-1).

Mehr zum Thema:

Union und SPD würden damit zusammen nur noch 47 Prozent erzielen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Das ist der geringste Rückhalt in der Wahlbevölkerung, der für die derzeitigen Koalitionspartner bisher im „Deutschlandtrend“ registriert wurde.

Schlechte Noten gibt es auch für die konkrete politische Arbeit der Regierungskoalition. Fast drei Viertel der Befragten (74 Prozent) sind mit der Arbeit der Bundesregierung weniger oder gar nicht zufrieden, nur 25 Prozent äußern sich positiv. Das sind zwar vier Prozentpunkte mehr als im Vormonat, der Wert gehört aber immer noch mit zu den schlechtesten, die im „Deutschlandtrend“ bisher gemessen wurden.

Bei den einzelnen Politiker gab es ebenfalls Gewinner und Verlierer:

  • Stark zugelegt in der Wählergunst hat Außenminister Heiko Maas (SPD), der jetzt mit 48 Prozent (+8) an die Spitze der beliebten Politiker steht.
  • Mit der Arbeit von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sind 46 Prozent (+2) der Bürger sehr zufrieden beziehungsweise zufrieden.
  • Auf 46 Prozent Zustimmung kommt auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die damit aber im Vergleich zum Juli zwei Punkte verliert.
  • Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erreicht 45 Prozent (-1) Zustimmung, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) 39 Prozent (-1), Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) 28 Prozent (+2). Die kritischen Bewertungen überwiegen bei ihm allerdings deutlich, ebenso wie bei von der Leyen.
  • Mit der Arbeit von Bundesinnenminister Horst Seehofer sind unverändert nur 27 Prozent sehr zufrieden oder zufrieden, der CSU-Vorsitzende verharrt damit in seinem Rekordtief. In einer Umfrage des Instituts GMS im Auftrag des TV-Senders Sat.1 vom Mittwoch, waren 63 Prozent der Bayern der Ansicht, die CSU und ihr Parteichef seien im Flüchtlingsstreit mit der CDU unangemessen mit Parteichefin Merkel umgegangen.
  • Die Arbeit von SPD-Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles beurteilen 34 Prozent (-2) positiv.
  • Der FDP-Partei- und Fraktionsvorsitzende Christian Lindner erreicht unverändert 32 Prozent Zustimmung, Linken-Chefin Katja Kipping 22 Prozent (+3).
  • Mit der Arbeit der AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel sind 12 Prozent (+3) sehr zufrieden oder zufrieden, mit der Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock lediglich 10 Prozent. Allerdings konnten 73 Prozent der Befragten mangels Bekanntheit kein Urteil über Baerbock und ihre Arbeit abgeben.
Brexit 2019
Startseite

Mehr zu: Deutschlandtrend - AfD im Höhenflug – Union auf Rekordtief

0 Kommentare zu "Deutschlandtrend: AfD im Höhenflug – Union auf Rekordtief"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.