Deutschlandtrend SPD fällt in Umfrage auf 16 Prozent – nur Gabriel kommt gut weg

Wären am Sonntag Wahlen, würde die SPD nur einen Hauch besser abschneiden als die AfD. Sigmar Gabriels Popularität tut das keinen Abbruch.
Update: 16.02.2018 - 05:44 Uhr 16 Kommentare
Mehrheit der Deutschen will Gabriel als Außenminister in der GroKo Quelle: dpa
Sigmar Gabriel

54 Prozent der Deutschen hätte den SPD-Politiker bei einer erneuten GroKo gerne weiter im Amt des Außenministers.

(Foto: dpa)

BerlinDie SPD ist in einer aktuellen Umfrage auf ein Rekordtief abgesackt. Nach den jüngsten Personalquerelen kommt die Partei in einem ARD-Deutschlandtrend Extra nur noch auf 16 Prozent. Das sind zwei Punkte weniger als Anfang Februar.

In der Erhebung von Infratest Dimap liegen die Sozialdemokraten damit nur noch knapp vor der AfD, die sich um einen Punkt auf 15 Prozent verbesserte. Die Union erreicht unverändert 33 Prozent.

Die FDP verliert einen Punkt und landet bei neun Prozent. Die Linke bleibt stabil bei elf Prozent; die Grünen verbessern sich um zwei Punkte auf 13 Prozent.

Die Umfrage wurde vom 13. bis zum 15. Februar erhoben, also nach dem Verzicht von Martin Schulz auf das Amt des Außenministers. Der SPD-Chef war am Dienstag auch vom Parteivorsitz zurückgetreten, als Nachfolgerin hatten die SPD-Spitzengremien Fraktionschefin Andrea Nahles nominiert. Bis zur Wahl auf einem Sonderparteitag am 22. April führt der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz die SPD kommissarisch.

Die Chancen von Nahles werden in der Bevölkerung allerdings zwiespältig beurteilt. Dem Deutschlandtrend zufolge sind nur 33 Prozent der Befragten der Meinung, dass Nahles dazu in der Lage wäre, die SPD wieder zu einen und nach vorne zu bringen; 47 Prozent glauben dies nicht.

Die SPD-Anhänger sind bei der Frage etwas optimistischer: 48 Prozent meinen, Nahles könne dies gelingen, 41 Prozent sehen das anders.

Der Rückzug von Schulz wird allgemein begrüßt. Laut Umfrage halten es 78 Prozent der Befragten für richtig, dass er vom SPD-Parteivorsitz zurückgetreten ist und auch nicht Außenminister wird. 14 Prozent finden das nicht richtig. Eine knappe Mehrheit von 54 Prozent der Deutschen wünscht indes, dass der frühere SPD-Chef Sigmar Gabriel in einer möglichen neuen großen Koalition Außenminister bleibt. Das ergab eine Umfrage von Kantar Emnid für die Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Auch DGB-Chef Reiner Hoffmann macht sich dafür stark, dass die SPD dem geschäftsführenden Bundesaußenminister Sigmar Gabriel auch in einer Neuauflage der großen Koalition eine wichtige Funktion überträgt. Welche Aufgabe dies sei, müsse die Partei intern entscheiden, sagte Hoffmann der „Berliner Zeitung“. „Aber dass Sigmar Gabriel in der Politik gebraucht wird, das ist doch sehr naheliegend“, betonte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). „Ich finde, auf so ein Pfund sollte nicht verzichtet werden.“ In den Augen der Bevölkerung sei Gabriel als Außenminister der beliebteste SPD-Politiker.

Zudem habe er in seiner Zeit als Parteichef sehr viel getan, um SPD und Gewerkschaften wieder miteinander zu versöhnen. „Unter Gabriels Vorsitz haben wir große Schritte aufeinander zu gemacht“, sagte Hoffmann. „Es war Gabriel, der als SPD-Chef gesagt hat, dass das Verhältnis zwischen der Partei und den Gewerkschaften nie wieder so angespannt sein darf wie zu Zeiten der Agenda 2010.“

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16 Kommentare zu "Deutschlandtrend: SPD fällt in Umfrage auf 16 Prozent – nur Gabriel kommt gut weg"

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  • 16% ich dachte so 11% vielleicht - 11 ist doch auch eine schöne Zahl
    JETZT WIRD ÜBERS PERSONAL BERICHTET
    DIE KATASTROPHALEN INHALTE DES GROKO VERTRAGES INTERESSIEREN NICHT
    DIE FLÜCHTLINGSKRISE - VERGESSEN!
    So wird das nichts mit Deutschland!

  • In Deutschland keimt Hoffnung auf wenn der Grüss August aus NRW kein Amt in der Groko mehr beansprucht und auch sonst der Regierung fernbleibt-bravo- Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung-sollten sich Chaosonzerne wie Airbus, Lufthansa, Volkswagen usw. ein Beispiel nehmen, sowie auch die Sozies insgesamt.
    Ob es nun mit Frau Nahles zu einem besseren kommt darf ebenfalls bezweifelt werden denn bisher hat diese Ministerin ausser dummen Sprüchen auch nicht viel geleistet- so wie schon die vielen Vorgänger wie Beck,Platzeck, Schröder, Münterfering, Steinbrück, Gabriel.
    Das schlechteste Wahlergebnis seit 60 Jahren ist nicht nur Schulz zuzuschreiben sondern der SPD insgesamt die schon seit Schröders Agenda 2010 ihre eigene Wählerschaft der Arbeiter und Angestellten verraten wie es sich nicht mal die CDU getraut hätte und wird nun aufgrund der katastrophalen Flüchtlingspolitik weiter an Boden verlieren. Selbst auf Landesebene z.B. im SPD Stammwählerland sind die nicht nur Wahlergebnisse mit Oma dermassen katastrophal, das dort neue riesige Schuldenberge aufgetürmt wurden, die jegliche normale Dimension sprengen und die verantwortliche dafür ganz schnell alle Ämter niederlegte- die nächsten Generationen werden diesen einmaligen Rekordschuldenstand in der Geschichte der Bundesrepublik abarbeiten müssen, denn die Bürger bekommen die regierung die sie verdient haben.
    Die CDU in Düsseldorf hat 20 Jahre in der Stadt einen Sanierungskurs durchgezogen und die Stadt von hohen Schuldenbergen endlich befreit- im Land NRW dürfte dies angeischts der gewaltigen Schuldentürme mindestens 40 bis 60 Jahre dauern.
    da drängt sich einem doch automtisch die Frage auf wie das mit der katastriphalen renten und Flüchtlingspolitik zukünftig alles bezahlt werden soll. Und im roten bremen sind es noch Schlimmer aus, Ergebnis der Soziepolitik: 20 Milliarden Schulden!
    Herr Sarrazin hat daher völlig recht: Deutschland schafft sich ab! Mit der SPD nur noch schneller!

  • 16% sind immer noch 15% zuviel.

  • Die SPD hat 1959 auf den Sozialismus und Leninismus verzichtet, die "Soziale Marktwirtschaft" als Ziel übernommen und ist deshalb zur sogenannten Volkspartei geworden. Nachdem der letzte SPD-Kanzler Schröder mit der Sozialen Marktwirtschaft ernst gemacht hat, hat die SPD ihren Kanzler rausgemobbt, den Sozialismus wiederentdeckt aber dafür ihre Wähler verloren.

    Wenn zur Wahl kein Kandidat die Wähler hinter den Öfen hervorlocken kann und ein Programm entwirft, das zumindest ein echtes Problem aufgreift und per Revolution löst (z.B. Rentenversicherung mit Garantiezins durch den Staat), dann kommen die Wähler auch nicht wieder zurück.

    Frau Nahles ist nicht dieser Kandidat, sie kann nur mit immer mehr Steuergeldern die Rente (eventuell) auf niedrigstem Niveau stabilisieren, aber die Soziale Marktwirtschaft nicht fördern.

    Deshalb weiterhin "Gute Nacht - SPD".

  • @ Herr Friedrich Koch
    16.02.2018, 10:55 Uhr

    "Es gibt Menschen in Deutschland denen ist das Geschichtsbewusstsein völlig abhanden gekommen.
    Das ist bestürzend zu sehen. Man kann nur hoffen dass sich die Verhältnisse nach diesen vorübergehenden
    Chaostagen wieder normalisieren. Sonst sind wir auf dem direkten Weg in den Nationalsozialismus."

    Also ich kann nur hoffen dass sich die Verhältnisse nach diesen vorübergehenden
    Chaostagen wieder normalisieren. Sonst sind wir auf dem direkten Weg in Muttis heissgeliebten SED-Kommunismus. komischer Weise werden diese Parallelen von der Mehrheit der Bürger nicht erkannt.

  • Das Erholungs/erneuerungs programm , auch Utopie genannt ist doch ganz einfach;
    Ich mach mir die Welt , wie sie " m i r " gefällt !
    Wer was dagegen hat , kriegt auf die Fresse ! Bätschi !!!
    Sagt das neue politische Schwergewicht !
    Wenn das nicht zündet ?

  • @ Herr Friedrich Koch
    16.02.2018, 10:55 Uhr

    "Es gibt Menschen in Deutschland denen ist das Geschichtsbewusstsein völlig abhanden gekommen."

    Das sind inzwischen sehr viele. Die Geschichte beginnt aber nicht erst 1933, wie uns immer wieder eingeredet wird. Insbesondere was Islam und Türken betrifft, gibt es geschichtliche Ereignisse, die uns aufrütteln sollten. Das wollen aber unsere Politiker und Medien nicht hören. Den Karren in den Dreck gefahren haben übrigens die Politik der etablierten Parteien, nicht die AfD. Die hat nur auf Probleme aufmerksam gemacht, die sonst völlig ignoriert werden. Dass mit dem derzeitigen Personal der AfD kein Staat zu machen ist, steht auf einem anderen Blatt. Wenn wir auf dem Weg in den "Nationalsozialismus" sein sollten, dann haben Frau Merkel und die sie stützenden Parteien ein gerüttelt Maß Schuld daran. Wenn derzeit die Zukunft unserer Kinder ruiniert wird, dann bestimmt nicht von Nazis.

  • Es gibt Menschen in Deutschland denen ist das Geschichtsbewusstsein völlig abhanden gekommen.
    Das ist bestürzend zu sehen. Man kann nur hoffen dass sich die Verhältnisse nach diesen vorübergehenden
    Chaostagen wieder normalisieren. Sonst sind wir auf dem direkten Weg in den Nationalsozialismus.

  • Deutschland befindet sich nach 80 Jahren wieder einmal kollektiven Wahn. Diesmal aber im Selbstzerstörungsmodus.

  • SPD bei 16%, AfD bei 15%, ich würde sagen die Trends stimmen, nur die Umfragewerte der Union müssen sich noch minimalisieren....

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