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Deutschlandtrend Union kommt nur noch auf 29 Prozent

Schreckenszahlen für die Bundesregierung: Wenn am Sonntag Wahl wäre, würde die GroKo ihre Mehrheit verlieren und die AfD 17 Prozent der Stimmen erhalten.
02.08.2018 - 22:15 Uhr Kommentieren
Wäre am Sonntag Bundestagswahl, käme die Union laut ARD-Deutschlandtrend auf 29 Prozent. Quelle: MSUnger
Bundestag

Wäre am Sonntag Bundestagswahl, käme die Union laut ARD-Deutschlandtrend auf 29 Prozent.

(Foto: MSUnger)

Berlin Der Asylstreit zwischen CDU und CSU hat die Große Koalition Anfang Juli an den Abgrund geführt und ganz Europa in Atem gehalten. Eine neue Umfrage zeigt nun: Die Zustimmung zur AfD wächst, die Union verliert – wenn auch nur gering. Die CDU/CSU ist im ARD-„Deutschlandtrend“ auf 29 Prozent gesunken, die AfD auf 17 Prozent gestiegen. Das ist der tiefste Wert, der in der Umfrage von Infratest dimap je für die Union gemessen wurde – und der höchste Wert für die AfD.

Allerdings sind die Veränderungen insgesamt gering: Die Union verliert im Vergleich zur letzten Erhebung von Anfang Juli einen Prozentpunkt, die AfD gewinnt einen hinzu. Die SPD erreicht unverändert 18 Prozent. Die Grünen verbessern sich auf 15 Prozent (+1), die Linke kommt auf 9 Prozent (unverändert), die FDP auf 7 Prozent (-1).

Union und SPD würden damit zusammen nur noch 47 Prozent erzielen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Das ist der geringste Rückhalt in der Wahlbevölkerung, der für die derzeitigen Koalitionspartner bisher im „Deutschlandtrend“ registriert wurde.

Zugleich ist die Zustimmung zur Arbeit der Koalition aber gestiegen. Aktuell sind 25 Prozent der Befragten mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden, 4 Prozentpunkte mehr als im Vormonat. 74 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden (-4).

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    Stark zugelegt in der Wählergunst hat Außenminister Heiko Maas (SPD), der jetzt mit 48 Prozent (+8) an die Spitze der beliebten Politiker steht. Mit der Arbeit von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sind 46 Prozent (+2) der Deutschen sehr zufrieden beziehungsweise zufrieden. Auf 46 Prozent Zustimmung kommt auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die damit aber im Vergleich zum Juli zwei Punkte verliert.

    Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erreicht 45 Prozent (-1) Zustimmung, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) 39 Prozent (-1), Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) 28 Prozent (+2). Die kritischen Bewertungen überwiegen bei ihm allerdings deutlich, ebenso wie bei von der Leyen.

    Mit der Arbeit von Bundesinnenminister Horst Seehofer sind unverändert nur 27 Prozent sehr zufrieden oder zufrieden, der CSU-Vorsitzende verharrt damit in seinem Rekordtief. Die Arbeit von SPD-Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles beurteilen 34 Prozent (-2) positiv.

    Der FDP-Partei- und Fraktionsvorsitzende Christian Lindner erreicht unverändert 32 Prozent Zustimmung, Linken-Chefin Katja Kipping 22 Prozent (+3). Mit der Arbeit der AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel sind 12 Prozent (+3) sehr zufrieden oder zufrieden, mit der Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock lediglich zehn Prozent. Allerdings konnten 73 Prozent der Befragten mangels Bekanntheit kein Urteil über Baerbock und ihre Arbeit abgeben.

    • dpa
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