„Deutschlandtrend“ Verlängerung der Griechenland-Hilfen umstritten

Die Verlängerung des Hilfspakets für Griechenland spaltet die Deutschen. Knapp die Hälfte lehnt sie laut einer Umfrage ab. Die Mehrheit befürchtet zudem, dass Hellas die nötigen Reformen nicht umsetzen wird.
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Deutsche Bürger sind skeptisch, dass Griechenland alle Reformen umsetzt. Quelle: dpa
Griechische und EU-Flagge in Athen

Deutsche Bürger sind skeptisch, dass Griechenland alle Reformen umsetzt.

(Foto: dpa)

BerlinDie Deutschen sind geteilter Meinung über die in der Vorwoche im Bundestag beschlossene Verlängerung des Hilfspakets für Griechenland. Nach einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des ARD-„Deutschlandtrends“ finden 49 Prozent die Verlängerung richtig, 47 Prozent halten sie für falsch.

25 Prozent der Befragten trauen der griechischen Regierung zu, die Reformen umzusetzen. 71 Prozent trauen dies der griechischen Regierung nicht zu. Insgesamt wurden 1006 Deutsche am Montag und Dienstag befragt.

Die Euro-Länder hatten in der Vorwoche einer Verlängerung der Griechenland-Hilfen um weitere vier Monate zugestimmt. Athen will in dieser Zeit weitere Reformen umsetzen.

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8 Kommentare zu "„Deutschlandtrend“: Verlängerung der Griechenland-Hilfen umstritten"

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  • Wie gutgläubig und verträumt muss man eigentlich noch sein um den Hilfspaketen in Richtung Griechenland zuzustimmen. Und gleichzeitig glaubt eine klare Mehrheit der griechischen Regierung nicht, das sie die Reformen umsetzen können. Das passt doch einfach nicht zusammen! Das ist ja regelrecht schizophren!

  • "günstiger Umtauschkurs (1 EUR ca. 1,13 USD)" Das hängt natürlich immer von der in Handelsgeschäften vereinbarten Währung ab !

  • @ Herr Ercole Domenico Tja, prinzipiell ist so ein Leistungsbilanzüberschuss ´ne gute Sache, aber wenn man heutzutage liest, dass deutsche Unternehmen vor lauter Einnahmen nicht mehr wissen wohin damit, so muss man wohl konstatieren, dass innere und äußere Umstände wie Kapital-, und Arbeitsplatzexport, ein niedriges Zinsniveau sowie ein für deutsche Exporteure günstiger Umtauschkurs (1 EUR ca. 1,13 USD) sehr zu diesem Grundproblem beitragen. Tragischerweise wirkt sich die gute L-Bilanz nicht positiv auf den deutschen Arbeitsmarkt aus, da auch hier das billig-will ich-Prinzip bei deutschen Unternehmern greift.

  • @ Herr Thomas Behrends, dies hat aber Methode, dadurch machen deutsche Konzerene riesen Gewinne in Länder wie Italien, Frankreich, Spanien, Griechenland, etc, etc, diese Gewinne investieren deutsche Konzerne in andere billiglohnländer, was einer Kapitalflucht für diese Länder gleichkommt und zur Arbeitslosigkeit in den defizitäre Ländern führt. Nicht der Export an sich ist das Problem sondern der Leistungsbilanzüberschuss.

  • Herr Thomas Behrends,

  • @ Herr Ercole Domenico Ich sehe es ähnlich wie Sie; Deutschland verschleudert durch Währungsabwertung (der Vergleich zur YEN-Abwertung ist hier durchaus legitim) seine hochwertigen Güter auf den Weltmärkten und wird, wie die Japaner, langfristig baden gehen. Schauen Sie sich heute in den Technik-Märkten an, welche japanischen Marken (nicht Produktionen!) Sie zum Schnäppchen-Preis erhalten und Sie stimmen mir zu. Hartz IV, Billiglöhne und, und, und haben Deutschland ausgezerrt; Unternehmens-Chefs hinterlassen eine soziale Wüste. Schauen Sie sich die Mitarbeiter-Bewertungen von deutschen Unternehmen auf www.kununu.com einmal an, dann wissen Sie was ich meine.

  • Der Einwand, dass es Deutschland ja besser gehe und deshalb die anderen das deutsche Modell einführen sollten, ist jedoch, wie der ehemalige US-Finanzminister und Harvard-Professor Larry Summers sagte, "ein Musterbeispiel für einen Denkfehler": Was für einen Einzelnen gut ist, ist nicht notwendigerweise für alle gut. Deutschland hat seine Wettbewerbsfähigkeit seit 1999 beständig verbessert, allerdings um den Preis einer jahrzehntelangen Quasi-Stagnation. Heute führt diese Wettbewerbsfähigkeit dazu, dass sich Deutschland auf Kosten seiner Euro-Partner bereichert und zugleich den Ast absägt, auf dem es sitzt.

  • "Nach einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des ARD-„Deutschlandtrends“ finden 49 Prozent die Verlängerung richtig, 47 Prozent halten sie für falsch." Da möchte ich doch gern einmal wissen wer von wem befragt wurde. Mir scheint es in dieser gelenkten "Demokratie" so zu sein, dass analog zur DDR-Politpropaganda Meinungen so zurechtgebogen werden, dass es den Politikern und der sog. Machtelite passt ! Mit der Volksmeinung hat diese Umfrage nichts gemein.

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