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DFKI Mit Jana Koehler leitet erstmals eine Frau das deutsche KI-Forschungszentrum

Die Informatik-Professorin verlässt Luzern und wird die neue Chefin des DFKI. Koehler arbeitete bereits an mehreren Universitäten.
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Die KI-Expertin arbeitete an den Universitäten in Linköping (Schweden), Berkeley, Maryland (USA) und Freiburg. Quelle: dpa
DFKI-Chefin Jana Koehler

Die KI-Expertin arbeitete an den Universitäten in Linköping (Schweden), Berkeley, Maryland (USA) und Freiburg.

(Foto: dpa)

Saarbrücken Blickt man auf die Wissenschaft, ist Deutschland längst führend bei smarten Technologien: Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken etwa beschäftigt 1.000 Mitarbeiter, es handelt sich um die größte KI-Einrichtung weltweit. Wo es hierzulande noch hapert, ist der Wissenstransfer zur Industrie. Also der Schritt, in dem aus theoretischen Grundlagen neue Produkte entstehen.

Genau dort soll Jana Koehler ansetzen. Denn die neue Chefin des DFKI kennt beide Seiten. Sie arbeitete an den Universitäten in Linköping (Schweden), Berkeley, Maryland (USA) und Freiburg – war aber auch beim Schweizer Aufzugshersteller Schindler und im Forschungslabor des US-Konzerns IBM tätig. Zuletzt hielt Koehler den Informatik-Lehrstuhl an der Hochschule Luzern.

Für die 55-Jährige schließt sich mit Saarbrücken der Kreis: Von 1990 bis 1993 war sie hier wissenschaftliche Mitarbeiterin bei ihrem Vorgänger Wolfgang Wahlster, der das Institut 1988 mitgründete, von Beginn an wissenschaftlicher Leiter war und seit 1997 Vorstandschef. Wahlster, der mit 66 Jahren in den Ruhestand geht, war damals auch Koehlers Doktorvater. Thema ihrer Promotionsarbeit: „Wiederverwendung von Plänen in deduktiven Planungssystemen.“

Schon Anfang Februar hat Koehler den Lehrstuhl für KI übernommen. Seitdem führt sie auch die Geschäfte des DFKI, einer Kooperation von Staat und Wirtschaft. Diese Woche wurde die passionierte Seglerin bei einem offiziellen Festakt inthronisiert. Mit Koehler habe man eine „exzellente Wissenschaftlerin und beeindruckende Persönlichkeit für den Standort gewinnen können“, sagte Uni-Präsident Manfred Schmitt.

Das Ziel ihrer Arbeit sei es, KI-Anwendungen zu ermöglichen, „die Gutes tun und auf die wir stolz sein können“, erklärte Koehler. Es gehe ihr um die Förderung „intelligenter Produkte und Prozesse, die neue Märkte und Geschäftsmodelle erschließen“. Deutschland sei eines der innovativsten Länder der Welt. „Damit das so bleibt, müssen wir die Innovations- und Wandlungsfähigkeit unserer Wirtschaft weiter stärken.“

Mehr: China setzt entschlossen auf Künstliche Intelligenz. Lesen Sie hier, wie die Volksrepublik bei KI zur Supermacht aufsteigt.

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