Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Die Linke Sachsens Linke kritisiert Wahlkampf-Botschaft der CDU – Union kontert

In Wahlkampfzeiten wird der Umgangston rauer. Wenn dabei historische Vergleiche bemüht werden, kann das heikel sein. In Sachsen sorgt so ein Fall für Zwist.
1 Kommentar
Ihre Partei wirbt zur Landtagswahl am 1. September für einen modernen und demokratischen Sozialismus. Quelle: dpa
Antje Feiks

Ihre Partei wirbt zur Landtagswahl am 1. September für einen modernen und demokratischen Sozialismus.

(Foto: dpa)

Dresden Die Linken in Sachsen haben der CDU im Freistaat vorgeworfen, die DDR in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken. „Der Vergleich ist auf vielen Ebenen reichlich daneben. Nationalsozialismus und die DDR auf eine Ebene nebeneinander zu stellen, ist eine mustergültige Verharmlosung des Faschismus und der Naziverbrechen inklusive des Holocaust“, erklärte Parteichefin Antje Feiks am Sonntag in Dresden.

Feiks bezog sich auf Fotos, die die sächsische Union auf ihrem Facebook-Account veröffentlicht hatte. Ein Foto der im Februar 1945 durch Bomben zerstörten Stadt Dresden wurde dabei mit einem Bild aus Görlitz von 1990 kombiniert und mit einem Spruch versehen: „Sozialismus hat nur für Leid gesorgt. Egal ob ... national oder „real existierend“.“

„Dies damit zu begründen, dass im Begriff Nationalsozialismus das Wort Sozialismus auftaucht, macht einen sprachlos. Wer so etwas sagt, denkt vermutlich auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten“, erklärte Feiks. Ihre Partei wirbt zur Landtagswahl am 1. September für einen modernen und demokratischen Sozialismus. „Unsere Vorstellung vom demokratischen Sozialismus unterscheidet sich sowohl vom ungezügelten Kapitalismus wie vom bürokratischen Staatssozialismus“, sagte Spitzenkandidat Rico Gebhardt.

Die sächsische Union verteidigte ihr Vorgehen. „Die beiden Bilder zeigen, wohin sozialistische Experimente geführt haben. Wir haben kein Interesse an Wiederholung“, sagte Partei- und Regierungschef Michael Kretschmer der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Soziale Marktwirtschaft, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit hätten Sachsen nach 1990 die Möglichkeit geschaffen, den heutigen Wohlstand zu erarbeiten.

„Die Linkspartei wirbt in Sachsen auf Plakaten für die Rückkehr zum Sozialismus. Das können wir so nicht stehen lassen“, sagte der Generalsekretär der sächsischen CDU, Alexander Dierks. Der Sozialismus nehme den Menschen ihre individuellen Freiheiten und sei leistungsfeindlich: „Es ist ein gefährlicher Irrglaube, dass es einen gewandelten, demokratischen Sozialismus geben könnte.“

Mehr: Bundeskanzlerin Angela Merkel bemüht sich um Stimmen in Osten. Dafür besucht sie auch das sächsische Görlitz.

  • dpa
Startseite

Mehr zu: Die Linke - Sachsens Linke kritisiert Wahlkampf-Botschaft der CDU – Union kontert

1 Kommentar zu "Die Linke: Sachsens Linke kritisiert Wahlkampf-Botschaft der CDU – Union kontert"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Auch wenn man der CDU nicht nahe steht, so hat sie in der getroffenen Aussage doch größtenteils Recht.
    Bereits Nobelpreisträger Friedrich A. von Hayek hat dies in seinem Buch " Der Weg zur Knechtschaft" wie folgt beschrieben:
    " Die verschiedenen Spielarten des Kollektivismus wie Kommunismus (Sozialismus Anm.), Faschismus (Nationalsozialismus Anm.) unterscheiden sich durch das Ziel auf das sie die Produktionstätigkeit der Gesellschaft richten wollen, aber sie haben das miteinander gemeinsam, das sie im Gegensatz zum Liberalismus und Individualismus, die Gesellschaft als Ganzes und alle ihre Produktivkräfte für jenes einzige Ziel organisieren und keine autonomen Sphären anerkennen wollen. Kurz, sie sind totalitär im wahrsten Sinnen dieses Wortes." oder noch deutlicher: " Weil der Sozialismus in der Theorie zwar internationalistisch ist, aber sich in Nationalismus überschlägt, sobald er, wie in Russland oder in Deutschland, in der Tat umgesetzt wird, ist ein "liberaler Sozialismus" wie ihn sich die meisten westlichen Länder vorstellen, reine Theorie, während die Praxis des Sozialismus überall totalitär ist. Im Kollektivismus ist kein Platz für das weitherzige Menschheitsideal des Liberalismus, sondern nur für den engen Partikularismus des totalen Staates".
    Diese Aussage zu Sozialismus/Kommunismus und Nationalsozialismus/Faschismus hat universelle Gültigkeit. Besser kann man ihre Ablehnung nicht begründen und vor ihnen warnen. Der Nobelpreisträger Friedrich A. von Hayek hat es auf den Punkt gebracht und dem ist nichts hinzu zu fügen.

Serviceangebote