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Die Perspektive der Anderen Danke, Deutschland!

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Humanität hat keine Nationalität

Auch von Hilfsorganisationen erfahren Flüchtlinge Unterstützung auf verschiedenste Art und Weise. Zahlreiche Freiwillige haben ihre Familien temporär verlassen, um Flüchtlingen an der Grenze zu helfen. Sie haben ihr warmes Zuhause gegen kalte Morgenstunden an Registrierungsstellen eingetauscht und in ihrer Freizeit die kulturelle Integration vorangetrieben.

Ich glaube, Humanität und moralische Prinzipien haben grundsätzlich keine Nationalität, keine Hautfarbe und keine Sprache. Die Flüchtlingskrise in Europa bildet jedoch eine Ausnahme: Die Sprache der Moral in dieser Krise ist Deutsch.

Natürlich gibt es Ausnahmen, denn viele Probleme sind noch immer nicht gelöst. Das Dilemma, Kompromisse zwischen Politik, Moral und Gesetz zu finden, fordert Deutschland und Europa. Und letztlich sind es auch die ausharrenden Flüchtlinge an den Grenzen, die auf einen Ausweg hoffen.

Eine Regel im Islam sagt: Wer den Menschen nicht dankt, dankt Gott nicht. Wir sollten nicht nur auf das Negative schauen und das Positive damit verdrängen. Wir sollten den Menschen Anerkennung und Lob zukommen lassen – denn sie haben es verdient.

An jeden, der mit Worten und Taten Hoffnung und Chancen schenkt, eine sichere Unterkunft bereitstellt, Perspektiven und eine Zukunft aufzeigt: Danke. An jeden, der die humane und moralische Seele Deutschlands sichtbar macht: Danke. Im Namen aller Flüchtlinge, Eltern wie Kinder: Danke. 

Mahmoud Serhan ist ein palästinensischer Journalist, der lange Zeit in Syrien gearbeitet hat. Er lebt als Flüchtling in Berlin.

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