Die Union und die Flüchtlingspolitik Die Urangst vor Angela Merkel

In der Union fragen sich viele: Ist die Kanzlerin eine von uns? Sie wollen sich partout nicht mit der Willkommenskultur identifizieren. Dabei unterschätzen sie aber Merkels Machtstrategie. Eine Analyse.
Die Kanzlerin ist innerlich weitaus unabhängiger von ihrem Lager, als es vielen in der CDU lieb und geheuer ist. Quelle: AFP
Angela Merkel

Die Kanzlerin ist innerlich weitaus unabhängiger von ihrem Lager, als es vielen in der CDU lieb und geheuer ist.

(Foto: AFP)

Die Union ist auf gutem Wege, ihr einziges Zugpferd für die nächste Bundestagswahl zu lädieren. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit einem einzigen Satz ihre Widersacher in der Union zum offenen Widerstand verlockt: „Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.“ Vom rechtskonservativen Wolfgang Bosbach über die nicht minder konservative Erika Steinbach bis zum rechtspopulistischen Horst Seehofer zeigen sich Rädelsführer einer parteiinternen Phalanx, die sich in diesem Satz der Kanzlerin nicht wiedererkennen können – und auch gar nicht wollen.

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