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Diesel-Fahrverbote Zahlreiche Messstationen offenbar falsch platziert

Viele Luftmessstationen in Deutschland halten den Mindestabstand zu verkehrsreichen Kreuzungen nicht ein, und verstoßen so offenbar gegen EU-Vorgaben.
18.11.2018 - 16:36 Uhr 3 Kommentare
Das Stuttgarter Neckartor gilt als schmutzigste Kreuzung Deutschlands. Quelle: dpa
Verkehr am Stuttgarter Neckartor

Das Stuttgarter Neckartor gilt als schmutzigste Kreuzung Deutschlands.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Diesel-Fahrverbote in zahlreichen deutschen Städten sind das Ergebnis viel zu hoher Stickoxidwerte in den Metropolen der Bundesrepublik. Gemessen werden diese Werte von zahlreichen Stationen in Form von kleinen grauen Kästen an den Straßen. Dass die aber mindestens 25 Meter Abstand von der nächsten verkehrsreichen Kreuzung halten müssen, scheint in Deutschland bislang niemanden interessiert zu haben.

Laut einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS), wird die Abstandsregelung der Europäischen Union in einigen Städten schlicht ignoriert. Das gelte unter anderem für Stationen in München, Essen, Mainz und Wiesbaden.

Das Problem: Auch die Werte der falsch stehenden Messstellen werden in Gerichtsprozessen für die Fahrverbote herangezogen. Zwar einigten sich die Verkehrsminister von Bund und Ländern bereits im April, alle Stationen vom Deutschen Wetterdienst überprüfen zu lassen. Die Überprüfung gehe aber nur langsam voran, weil sich die Umweltministerien gegen eine zusätzliche Kontrolle wehren.

Sie „wenden sich gegen eine Instrumentalisierung der Debatte um Messstellen und sprechen sich deutlich dafür aus, den Fokus auf die wirksamen Maßnahmen zur Reduktion der Luftbelastung zu legen“, heißt es laut „FAS“ in einer Erklärung der Länder Baden-Württemberg, Berlin, Bremen und Hessen.

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    Der verkehrspolitische Sprecher der FDP, Oliver Luksic, bezeichnet das gegenüber der Zeitung als Gebaren der „grünen Anti-Auto-Lobby“. „Es kann nicht sein, dass Deutschland das einzige Land in der EU ist, in dem die grüne Anti-Auto-Lobby darüber entscheidet, wie und wo gemessen wird, und dabei die EU-Messspielräume bewusst ausreizt und möglichst nah am Fahrbahnrand oder an Kreuzungen misst.“

    Man brauche auch ein Umdenken und „eine auf ein verhältnismäßiges Maß reduzierte Anwendung des Vorbeugeprinzips im Umweltrecht, das nicht nur in Sachen Schadstoffmessungen und Grenzwerte immer absurdere Form annimmt“, so der FDP-Politiker.

    Erst vor wenigen Tagen hatte ein Urteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen für Aufsehen gesorgt. Von Fahrverboten in Essen sind nun erstmals auch Teile einer Autobahn betroffen. Ab Juli 2019 müssen alte Dieselautos die A40 umfahren, eine der wichtigsten Verkehrsadern im Ruhrgebiet. Weitere Städte werden folgen.

    „Wir sind die Mess-Idioten in Europa“

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    3 Kommentare zu "Diesel-Fahrverbote: Zahlreiche Messstationen offenbar falsch platziert"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @Herr Heinz Walde:
      Die DUH und die Grünen hetzen gegen die Automobilindustrie.

      Bei einer Hetze geht es nicht um sachliche Argumente:
      Messstationen sind falsch aufgestellt.
      Der EU Richtlinie zugrunde liegende WHO-Richtlinie aus dem Jahre 1999 ist damals unzureichend erstellt worden und durch die USA-Studie aus dem Jahre 2016 widerlegt. USA erlaubt 103 Mikrogramm NOx.

      Die DUH ist zudem ein Abmahnverein, der auch Internet Konsumenten abmahnt und hohe Rechnungen stellt. Eine Gemeinnützigkeit ist nicht gegeben.

    • Kleine Fahrt vom Handelsblatt auf die Corneliusstraße, wo die Meßstation direkt neben der Fahrbahn steht. Ist das mit den EU Vorschriften zur Messung konform? Eher nicht.
      Ich frage mich wirklich wieso Gerichte sowas nicht hinterfragen....

    • Wer Ergebnisse von falsch plazierten Messstationen öffentlich propagiert und diese dann noch Gerichten vorlegt macht sich der Fälschung von Beweismitteln schuldig. Hinter dieser Fälschun stecken die Grünen aber auch die DUH weis, dass ihre scheinbar schlechten Messwerte aus nicht zulässigen Messstellen stammen.

      Hier ist eine Grünen-Mafia gegen die Autofahrer speziell gegen die Dieselfahrer unterstützt von der Presse unterwegs.
      Aber diese kriminelle Handlung wird warscheinlich noch als gute Tat hingestellt, das wäre eine Rechtsverdrehung und Irrsinn sonders gleichen.

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