Dieselfahrverbote „Tiefpunkt der Debattenkultur“ – Kramp-Karrenbauer verteidigt Laschet

CDU-Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer teilt gegen die Deutsche Umwelthilfe aus. Die hatte zuvor im Rahmen des Diesel-Gerichtsverfahrens NRW-Ministerpräsident Laschet scharf angegangen.
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Sie verteidigte ihren Parteikollegen und befand die Aussagen der Deutschen Umwelthilfe als „niveaulos und falsch“. Quelle: AFP
Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU

Sie verteidigte ihren Parteikollegen und befand die Aussagen der Deutschen Umwelthilfe als „niveaulos und falsch“.

(Foto: AFP)

Berlin, KölnDie CDU hat scharfe Kritik der Deutschen Umwelthilfe (DUH) am nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten und Parteivize Armin Laschet zurückgewiesen. „Die Deutsche Umwelthilfe ist am Tiefpunkt der Debattenkultur angelangt“, kritisierte CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer am Donnerstag in Berlin.

DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch hatte zuvor im Zusammenhang mit der Gerichtsverhandlung über mögliche Diesel-Fahrverbote in Köln und Bonn erklärt: „Herr Laschet opfert die Lungen der Bürger in den stark belasteten Städten den Profitinteressen der Automobilindustrie.“

Kramp-Karrenbauer nannte die Äußerungen „niveaulos und vor allem schlichtweg falsch“. Gemeinwohl sei etwas anderes als Lobbyismus – „Gemeinwohl ist das Ergebnis eines fairen Interessenausgleichs“. Man müsse die Interessen der Menschen in den Städten im Blick haben, die einen Anspruch auf saubere Luft hätten.

Zugleich müsse man aber die Pendler im Blick haben – ebenso wie die Tausenden Arbeitnehmer in der Autoindustrie, die für Täuschung und Betrug nicht verantwortlich seien. Laschet stehe „für einen fairen Interessenausgleich“. Kramp-Karrenbauer forderte von der Umwelthilfe, Schluss zu machen „mit ihrem Lobby-Feldzug auf dem Rücken des Gemeinwohls“.

Resch hatte kritisiert, Laschet habe „ein Herz für Dieselstinker“. Anders könne er es nicht verstehen, dass sich der CDU-Politiker nicht für seine Bürger einsetze. „Ein Landesvater muss sich um seine Bürger kümmern und nicht um wenige Automobilkonzerne, die eben das Interesse haben, möglichst wenig Ausgaben zu haben und möglichst hohe Profite“, meinte Resch.

Das Kölner Verwaltungsgericht hatte am heutigen Donnerstag auf Forderung der DUH Fahrverbote auch für Köln und Bonn angeordnet.

  • dpa
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