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Digital Health Private Krankenversicherungen planen Millioneninvestitionen in digitale Gesundheitsanwendungen

Die Privaten Krankenversicherer legen einen Fonds für die Finanzierung von Start-ups auf. Gesundheitsminister Jens Spahn begrüßt das Vorhaben.
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Der Bundesgesundheitsminister unterstützt das Vorhaben der privaten Krankenversichererungen. Quelle: dpa
Jens Spahn

Der Bundesgesundheitsminister unterstützt das Vorhaben der privaten Krankenversichererungen.

(Foto: dpa)

Berlin Mit Investitionen in Höhe von 100 Millionen Euro wollen die Privaten Krankenversicherungen (PKV) digitale Innovationen in der Gesundheitsversorgung vorantreiben. Nach Informationen des Handelsblatts legt der PKV-Verband einen Fonds auf, der Unternehmensgründer im Bereich Digital Health mit Risikokapital unterstützen soll.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) begrüßte das Vorhaben der Privatversicherer, „in gute Ideen für das digitale Gesundheitssystem“ zu investieren. Spahn sagte dem Handelsblatt, er werbe seit Jahren dafür, „dass sich Versicherer mit ihren Milliardenrücklagen stärker in der Start-up-Finanzierung engagieren“. Das bringe Rendite und diene dem Digitalstandort Deutschland.

Der Fonds der PKV soll im vierten Quartal 2019 starten und über mindestens zehn Jahre laufen. Der Schwerpunkt der Investitionen liegt auf den Bereichen digitale Gesundheitsanwendungen, Telemedizin und Digitalisierung der Pflege.

Neben einem Großteil der Privaten Krankenversicherungen steuern auch die Berliner Digital-Health-Investoren Heartbeat Labs und Flying Health eine Millionensumme bei. Die geförderten Start-ups sollen zusätzlich zu der Finanzierung beraten werden, wie ihre Angebote schnell in den Versorgungsalltag kommen.

Ziel sei, „dass die neuen digitalen Entwicklungen zu einer besseren Versorgung in Deutschland beitragen“, sagte PKV-Verbandschef Ralf Kantak. Eckhardt Weber, Gründer und Geschäftsführer von Heartbeat Labs, zeigte sich überzeugt, dass durch den neuen Fonds „viele weitere patientenorientierte Lösungen gefördert werden und durch die Synergien mit den Privaten Krankenversicherern sinnvoll zum Einsatz kommen”.
In der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gibt es bereits einen Innovationsfonds, der nach den Plänen von Spahn bis 2024 mit einem Volumen von 200 Millionen Euro jährlich fortgeführt werden soll. Außerdem will der Minister, dass sich gesetzlich Versicherte künftig bestimmte Gesundheits-Apps vom Arzt verschreiben lassen können – etwa Smartphone-Anwendungen, mit denen Diabetiker ihre Blutzuckerwerte dokumentieren.

Die Vernetzung von Daten und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz läuten ein neues Zeitalter in der Gesundheitsversorgung ein. Das deutsche Gesundheitswesen hat bei der Digitalisierung aber noch großen Nachholbedarf. Die Bertelsmann Stiftung ließ vergangenes Jahr in 17 Staaten die Fortschritte bei Digital Health untersuchen, die Bundesrepublik landete auf dem vorletzten Platz.

Mehr: Ein PKV-Mitglied kann seine Krankheitskosten nicht als „außergewöhnliche Belastung“ geltend machen. Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

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