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Digitalisierung FDP will Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Schulen ermöglichen

Andere Länder nutzen KI für individuelle Förderung von Schülern. In Deutschland fehlt es dazu an Datenschutzregeln. Das wollen die Liberalen ändern.
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Die FDP-Politikerin will die Digitalisierung in Schulen fördern und absichern. Quelle: dpa
Katja Suding

Die FDP-Politikerin will die Digitalisierung in Schulen fördern und absichern.

(Foto: dpa)

Berlin Künstliche Intelligenz ist allgegenwärtig, im Handel, in der Industrie, in der Wissenschaft – nicht jedoch in der Schule. Das liegt nicht nur am Unwissen der Lehrer bezüglich neuer Möglichkeiten, die vor allem individuelles Lernen ermöglicht, und fehlender Technik. Es mangelt auch an rechtlichen Rahmenbedingungen, kritisieren die Liberalen im Deutschen Bundestag.

Sie fordern den Bund daher auf, gemeinsam mit den Ländern sowohl die Förderung der neuen Techniken als auch den Datenschutz in der Schule im Rahmen eines Digitalpaktes 2.0 voranzutreiben.

„Wenn digitale Schulbücher genutzt werden, fallen riesige Datenmengen in unseren Schulen an. Durch die zielgerichtete Analyse dieser Daten können Lehrkräfte den Lernfortschritt von Schülern besser erfassen und passgenaue Übungsaufgaben vorschlagen und so den Unterricht besser auf die individuellen Bedürfnisse eines jeden Schülers ausrichten“, schildert die FDP-Vizefraktionsvorsitzende Katja Suding die Chancen.

In Ländern wie USA China, Japan und Estland sei „Learning Analytics“ längst Alltag, heißt es im Antrag, den die Liberalen diese Woche im Planum stellen und der dem Handelsblatt vorliegt. In Deutschland jedoch „kommen sich die Lehrkräfte vor wie beim Hürdenlauf in der Dunkelkammer“, sagte Suding. „Die Anforderungen beim Datenschutz sind unklar und es gibt kaum Hilfestellungen seitens der Behörden.“

Zugleich holen sich Schüler privat längst massenhaft Hilfe im Netz, lernen mit Videos oder Lern-Apps – und geben dabei persönliche Daten weiter. Der Zugang zu Bildung dürfe aber „nicht von der Preisgabe sensibler Daten abhängen“, steht im FDP-Antrag.

Die FDP fordert daher von Bund und Ländern, „endlich einen klaren politischen Rahmen für den Schutz von Schülerdaten zu setzen und die Analyse von Lerndaten in diesem Rahmen fördern.“

Mögliches Problem DSGVO

Beide Ebenen müssten zusammen Standards aufstellen, wie „Learning Analytics“ an den Schulen eingesetzt werden dürfe. Nach denen können sich dann auch die Entwickler dieser Programme von vorneherein ausrichten. Sinnvoll sei, hierbei auch die Datenschutzbeauftragten von Bund und Ländern einzubeziehen, die dafür jedoch personell besser ausgestattet sein müssten.

Künstliche Intelligenz – wie gefährlich ist sie wirklich?

Bundesweite Zertifikate für Lern- und Schulsoftware müssten den Schulen garantieren, dass sie diese problemlos einsetzen können. Zudem würden so die Kosten für die einzelnen Länder sinken, vor allem die kleineren. Geregelt werden müsse auch, „wie Eltern oder Schüler die Einwilligung zur Nutzung von Daten widerrufen können ohne dass damit eine Beschulung unmöglich wird“.

Ein Problem könnte dabei die neue Datenschutzgrundverordnung sein, erklären die Liberalen, denn bei deren Konzeption „wurde Learning Analytics nicht mitgedacht“. Daher müsse sie bei der ersten Überprüfung im kommenden Mai eventuell angepasst werden.

Mehr: Nach Jahren der Appelle müssen wir endlich zur Tat schreiten – vor allem an den Schulen. Vier Ebenen der Digitalisierung sind hierfür maßgeblich.

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