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Digitalisierung Innenministerium gründet Abteilung für digitale Verwaltung

Die Pandemie habe die Notwendigkeit für Digitalisierung gezeigt, so Seehofer. Die Abteilung soll sich um die Digitalisierung von Leistungen wie Bafög kümmern.
29.05.2020 - 20:52 Uhr Kommentieren
„Es ist höchste Zeit, die Digitalisierung entscheidend voranzubringen“, sagt der Bundesinnenminister. Quelle: AP
Horst Seehofer

„Es ist höchste Zeit, die Digitalisierung entscheidend voranzubringen“, sagt der Bundesinnenminister.

(Foto: AP)

Berlin Mitten in der Corona-Pandemie hat das Bundesinnenministerium eine neue Abteilung „Digitale Verwaltung“ ins Leben gerufen. 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmerten sich nun von einer Stelle aus um die Modernisierung und Digitalisierung der Verwaltung, teilte das Ministerium am Freitag mit.

„Es ist höchste Zeit, die Digitalisierung entscheidend voranzubringen. Das hat auch die Corona-Pandemie deutlich gezeigt“, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU).

So hätten Behörden während der Pandemie „Hunderttausende Anträge auf Kurzarbeitergeld, Soforthilfen für Unternehmen und andere Unterstützungsleistungen bearbeitet und Milliarden an Soforthilfen angewiesen“, schrieb das Ministerium. „Ohne digitale Prozesse wäre dies nicht möglich gewesen.“

„Krisenrelevante Leistungen“ wie der Notfall-Kinderzuschlag oder Entschädigungszahlungen für Arbeitgeber seien in den letzten Wochen im Eilverfahren entwickelt und online gestellt worden. Als nächstes stehen demnach „stark nachgefragte Leistungen“ wie das Arbeitslosengeld II und das Bafög auf dem Programm.

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    Die neue Struktur ermögliche eine schnellere Zusammenarbeit, sagte der Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik und Staatssekretär, Markus Richter. „Ich möchte den Menschen den Zugang zu digitalen Leistungen vereinfachen.“

    Leiten wird die neue Abteilung nach Ministeriumsangaben Ernst Bürger, der seit 1998 für das Haus tätig sei. Bürger hatte im April erklärt: „Corona zwingt uns, die Chance der Digitalisierung zu ergreifen.“

    Mehr: Die Bundesregierung verteilt derzeit Staatsgelder in Rekordhöhe. Lobbyisten aus allen Branchen buhlen darum. Doch nicht jede Hilfe ist sinnvoll.

    • dpa
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