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Dilettanten oder Ablenkung? Strahlenexperte schließt absichtliche Polonium-“Dreckspur“ nicht aus

Der Strahlenexperte Sebastian Pflugbeil schließt nach den jüngsten Polonium-Funden nicht aus, dass die Strahlenspuren bewusst gelegt worden sein könnten.

HB HAMBURG. „Wenn man Polonium in einer gut verschlossenen Flasche hat, kann man es sauber transportieren und muss nicht eine solche Dreckspur hinterlassen“, sagte der Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz am Montag in einem Interview von „tagesschau.de“.

„Entweder handelt es sich bei den Tätern um Dilettanten oder - und das würde ich auch für möglich halten - die Spur ist absichtlich gelegt worden, um den Verdacht in eine bestimmte Richtung zu lenken“, sagte Pflugbeil dem Online-Dienst der ARD-Nachrichtensendung.

Es gebe wesentlich unauffälligere Methoden, jemanden umzubringen. Mordanschläge auf abtrünnige Geheimdienstleute gebe es in aller Welt: „Was hier aber auffällt, ist die Art und Weise: Geheimdienstleute sind normalerweise darin geschult, Leute umzubringen, ohne Spuren zu hinterlassen. Und hier ist geradezu eine Autobahn nach Moskau ausgewalzt worden.“ Man habe das Spektakel gewollt, fügte Pflugbeil hinzu.

Pflugbeil, der den Angaben zufolge an Untersuchungen des Einsatzes von radioaktivem Material durch die Stasi teilgenommen hat, sei kein Fall bekannt, in dem Polonium von Geheimdienstkreisen benutzt wurde, um Gegner aus dem Weg zu räumen.

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