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Dividenden Schäuble will Steuerschlupfloch stopfen

Ausländische Investoren umgehen derzeit ganz legal die Kapitalertragssteuer. Bundesfinanzminister Schäuble will das jetzt ändern und Deutschland Milliardeneinnahmen sichern. Ein Gesetzesentwurf ist noch in Arbeit.
18.04.2015 - 14:05 Uhr 1 Kommentar
Der Bundesfinanzminister will, dass auch ausländische Investoren ein Viertel der Dividende dem Fiskus überlassen müssen. Quelle: Reuters
Wolfgang Schäuble

Der Bundesfinanzminister will, dass auch ausländische Investoren ein Viertel der Dividende dem Fiskus überlassen müssen.

(Foto: Reuters)

Berlin Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will ein Steuerschlupfloch für ausländische Aktienhalter deutscher Unternehmen stopfen, durch das jährlich Milliardeneinnahmen verloren gehen. Dabei gehe es um die Besteuerung von Dividenden, hieß es am Samstag in Regierungskreisen, die im Kern einen Bericht der „Wirtschaftswoche“ bestätigten.

Demnach umgehen ausländische Investoren derzeit mit legalen Mitteln die Kapitalertragssteuer, nach der ein Viertel der Dividende dem Fiskus überlassen werden muss.

Um das zu erreichen, würden Großanleger wie Investmentfonds ihre Aktienanteile unmittelbar vor der Ausschüttung der Dividende einem deutschen Investmentfonds übertragen, hieß es.

Der deutsche Fonds müsse auf die Dividende im Gegensatz zu ausländischen Anlegern keine Kapitalertragssteuer zahlen. Nach der Dividendenauszahlung würden die Aktien den ausländischen Haltern zurückübertragen. Die eingesparte Steuer werde dabei geteilt. Die entgangenen Steuereinnahmen summierten sich auf Milliardenbeträge, hieß es. Wann die Arbeiten an dem Gesetzentwurf abgeschlossen werden, sei noch nicht genau abzusehen.

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    1 Kommentar zu "Dividenden: Schäuble will Steuerschlupfloch stopfen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wie lange will er denn noch "wollen". Er sollt einfach mal Handeln!
      Was ist aber mit den völloig legalen Steuervermeidungsprogrammen die unverändert global operierende Konzerne begünstigen und den "kleinen Händler" kaum Brosamen übrig lässt?
      Da wäre weit mehr an Steuergeld zu holen.

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