Doktorarbeit Schavan hält Flüchtigkeitsfehler für möglich

Die in die Kritik geratene Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat gegenüber dem "Zeit-Magazin" mögliche Fehler in ihrer Doktorarbeit eingeräumt. Gleichzeitig wies sie Plagiatsvorwürfe abermals von sich.
7 Kommentare
Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) will Flüchtigkeitsfehler in ihrer Doktorarbeit nicht ausschließen. Quelle: dapd

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) will Flüchtigkeitsfehler in ihrer Doktorarbeit nicht ausschließen.

(Foto: dapd)

HamburgBundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat mögliche Fehler in ihrer Doktorarbeit eingeräumt. Sie könne nicht in Anspruch nehmen, keine Flüchtigkeitsfehler gemacht zu haben. "Aber ich kann in Anspruch nehmen, nicht plagiiert oder gar getäuscht zu haben", sagte Schavan dem "Zeit-Magazin". "Flüchtigkeitsfehler sind mir nicht peinlich."

In der Debatte dürfe nicht andauernd der Eindruck zu erweckt werden, "dass Plagiate und Fehler auf der gleichen Ebene liegen", sagte sie weiter. Vor 33 Jahren habe es noch nicht die technischen Möglichkeiten gegeben, einen Text noch einmal zu überprüfen. "Man konnte nur selbst genau lesen und auf die Prüfer vertrauen."

Schavan steht wegen ihrer 1980 verfassten Doktorarbeit "Person und Gewissen" in der Kritik. Der Rat der Philosophischen Fakultät an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hatte am vergangenen Dienstag ein förmliches Prüfverfahren eingeleitet. An dessen Ende könnte die Aberkennung des Doktortitels stehen. Der Fakultätsrat tritt am 5. Februar erneut zusammen.

  • dapd
Startseite

7 Kommentare zu "Doktorarbeit: Schavan hält Flüchtigkeitsfehler für möglich"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Neulich in der Kabinettssitzung: Schäuble zu Merkel: "Frau Merkel, ich möchte nicht mehr neben Anette Schavan sitzen."
    Merkel: "Warum denn nicht, Wolfgang?". Schäuble:"Die schreibt immer ab!"

  • Vielleicht könnte man einen neuen Titel einführen: Dr.m.Ff. (Doktor mit Flüchtigkeitsfehler).
    Also Frau Dr.m.Ff. Anette S. und gut ist, gel?

  • Gut, damals gab es die technischen Möglichkeiten noch nicht. Um so wichtiger war es damals, sich die Textpassagen aus Büchern mit Quellenangabe zu notieren.

    Frau Schavan, jetzt mit "Flüchtigkeitsfehlern zurück zu rudern, ist mehr als peinlich.

  • Also eine korrekte Zitierung, die ja normiert ist, als Flüchtigkeitsfehler abzutun, lässt eigentlich die Frage zu: hat die Frau das Ding eigentlich selbst geschrieben?
    Ansonsten wüsste sie, dass korrektes Zitieren mit Flüchtigkeitsfehler nicht das Geringste zu tun hat.

    Was ist sie? Bildungsministerin und Minister für Forschung? Das lässt tief blicken auf den Stand der Bildung die in der BRD angeboten wird.

    Macht deutsche Universitäten und andere Bildungseinrichtungen direkt ein Stück unattraktiver, wenn man so lax damit umgeht. Es gibt nämlich etliche Länder, die doch deutlich einen anderen Standard hantieren.

  • Flüchtigkeitsfehler in einer Doktorarbeit, die auch noch "summa cum laude" bewertet wurde?

    Das gibt es doch gar nicht. Das hört sich ja an, als ob sie die Arbeit mal schnell dahingerotzt hätte.

    Bei keinem Studenten würde so eine Entschuldigung durchgehen.



  • Für Frau Schavan gelten dieselben Regeln wie für Herrn zu Guttenberg und Andere. Wenn nachweislich ohne Quellenangabe Textpassagen aus nicht angegebenen Quellen stammen, dann muss Sie auf Doktor und politisches Amt verzichten. Fehler sind das nämlich nicht! Das sollte auch die ewige Problem-Weglächlerin, die so gerne 'ex cathedra' überlegen auf das 'dumme' Volk einlabert, doch selbst kapieren!


  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%