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Doppelspitze SPD will an ihrer Satzung nicht rütteln

Allein die Möglichkeit einer Doppelspitze, der eine Frau und ein Mann angehören, ist vielen SPD-Delegierten zu viel. Die SPD-Frauen scheiterten auf dem Parteitag mit ihrem Vorstoß – trotz prominenter Befürworter.
11.12.2015 Update: 11.12.2015 - 22:20 Uhr
Delegierte geben am 11.12.2015 beim Bundesparteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) in Berlin ihre Stimmzettel ab. Nach der Wahl zum Parteivorsitzenden geht es unter anderem um mögliche Satzungsänderungen. Quelle: dpa
SPD-Bundesparteitag

Delegierte geben am 11.12.2015 beim Bundesparteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) in Berlin ihre Stimmzettel ab. Nach der Wahl zum Parteivorsitzenden geht es unter anderem um mögliche Satzungsänderungen.

(Foto: dpa)

Berlin Die SPD-Frauen sind mit ihrer Initiative gescheitert, Doppelspitzen in ihrer Partei durchzusetzen. Ihr Antrag für eine Satzungsänderung bekam am Freitag beim SPD-Bundesparteitag in Berlin nicht die nötige Mehrheit.

Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) hatte darin gefordert, in der Partei auf allen Ebenen ein jeweils aus Frauen und Männern besetztes Führungsduo möglich zu machen - bis zur Bundesebene. In dem Antrag hatte es geheißen, mit Doppelspitzen könne sich die SPD als moderne Partei präsentieren, in der sich Frauen und Männer Führungsaufgaben partnerschaftlich teilen. Eine Pflicht, Doppelspitzen zu wählen, war damit ausdrücklich nicht vorgesehen.

Schon vor dem Parteitag hatte sich eine Niederlage angedeutet. Für ein solches Modell hatten sich zwar Parteichef Sigmar Gabriel und Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig eingesetzt.

Die Antragskommission für den Parteitag hatte sich aber gegen den Vorschlag gestellt und den Delegierten empfohlen, den Vorstoß abzulehnen. Auch mehrere prominente Sozialdemokraten hatten sich gegen den Vorschlag ausgesprochen, etwa Bundesjustizminister Heiko Maas und die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (alle SPD).

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    Für eine entsprechende Satzungsänderung wäre eine Zweidrittelmehrheit erforderlich gewesen.

    • dpa
    • afp
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