Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Dreikönigstreffen FDP zeigt sich wieder offen für Jamaika-Bündnis – hat aber ein Problem

Der Wechsel an der CDU-Spitze lässt die FDP vor ihrem Dreikönigstreffen wieder mit Jamaika liebäugeln. Doch von Umfragewerten wie denen der Grünen, können die Liberalen nur träumen.
Kommentieren
Die FDP begeht das neue Jahre traditionell mit dem Dreikönigtreffen. Quelle: dpa
FDP

Die FDP begeht das neue Jahre traditionell mit dem Dreikönigtreffen.

(Foto: dpa)

Stuttgart Erst ging es ums nackte Überleben, dann um Erneuerung, doch diesmal dürfte der Auftakt ins politisches Jahr für Christian Lindner beim Dreikönigstreffen in Stuttgart gemütlicher werden als in den vergangenen Jahren.

2017 musste Lindner die Chance nutzen, um für die Bundestagswahl zu mobilisieren. Im vergangenen Jahr noch galt es, den anwesenden Parteianhängern in der Staatsoper in Stuttgart und den Daheimgebliebenen an den Fernsehgeräten den Abbruch der Jamaika-Verhandlungen erträglicher zu machen.

In diesem Jahr kann Lindner den Jahresauftakt gelassener angehen. Die Entscheidung zum Abbruch der Jamaika-Verhandlungen nagt zwar immer noch an vielen traditionellen FDP-Sympathisanten und auch deshalb ragt die Partei noch lange nicht an die Traumumfragewerte der Grünen heran.

Aber nun gibt es mit dem Wechsel in der CDU-Spitze eine neue Konstellation auf Bundesebene und Lindner kann immerhin endlich wieder glaubhafter als bislang sagen: Ja, wir wollen regieren, auch mit der Union und den Grünen.

Lange stand dazwischen aus Sicht von Lindner vor allem eine Frau: Angela Merkel. Doch die hat den Parteivorsitz abgegeben. Ihre Nachfolgerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat zwar auch keine besonders innige Beziehung zur FDP. Aber immerhin glaubt von ihr jedoch niemand, dass sie die FDP durch ihr Handeln an den Rand der Existenz bringt.

Für viele führende Mitglieder der FDP sind auch die aktuellen Umfragewerte von acht bis zehn Prozent auf Bundesebene kein schlechter Wert. Ein Problem besteht jedoch weiterhin: Auch fast zwei Jahre nach dem Bundestagswahlkampf sind immer noch Christian Lindner und Wolfgang Kubicki die bekanntesten Gesichter der Partei.

Die breitere personelle Aufstellung bleibt auch im Jahr 2019 Daueraufgabe der FDP auf Bundesebene. Zweite Aufgabe neben der wichtigen Europawahl: Der Einzug in die Parlamente in Ostdeutschland. Historisch betrachtet stehen die Freien Demokraten in Sachsen und Thüringen laut den aktuellen Umfragewerten derzeit gut da. Bislang ist die FDP im Osten nur in Berlin vertreten.

Auf Bundesebene hat Lindner der Partei einen „Full Flavor-Liberalismus“ verordnet. Das bedeutet, dass neben den klassischen Wirtschaftsthemen noch stärker auf gesellschaftspolitische Themen gesetzt werden soll. Manch einer in der FDP sieht darin jedoch den Markenkern der Partei gefährdet. Ob Lindner diesen Kritikern glaubhaft etwas entgegensetzen kann, wird auch seine Rede am Sonntag zeigen.

Eine wichtige Weiche wird zudem spätestens beim Bundesparteitag im April gestellt: Dann wird die Nachfolgerin oder der Nachfolger von Nicola Beer als Generalsekretärin bestimmt. Gehandelt werden die Brandenburger Bundestagsabgeordnete Linda Teuteberg, Bettina Stark-Watzinger, Vorsitzende des Finanzausschusses, sowie der Lindner-Vertraute Johannes Vogel.

Da Beer außerdem stellvertretende Bundesvorsitzende werden soll, ist die Frage, wer für sie ihren Posten räumt.

Startseite

Mehr zu: Dreikönigstreffen - FDP zeigt sich wieder offen für Jamaika-Bündnis – hat aber ein Problem

0 Kommentare zu "Dreikönigstreffen: FDP zeigt sich wieder offen für Jamaika-Bündnis – hat aber ein Problem"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote