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Drohne Talarion IG Metall kämpft für Rüstungsprojekt

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EADS will sich nicht äußern

EADS will den Angaben zufolge zu den Diskussionen nicht Stellung nehmen. Der Konzern verhandelt derzeit mit Verteidigungsminister de Maizière über dessen Kürzungspläne bei anderen Rüstungsprojekten. Im Gegensatz zum Verteidigungsministerium steht die Industrie allerdings unter großem zeitlichen und finanziellen Druck, da sie die Entwicklung von Talarion selbst vorfinanziert.

Ein weiterer Stolperstein für Talarion dürften die schrumpfenden Wehretats in ganz Europa sein. Der Trend hat sich durch die Eurokrise noch verschärft. Weil die Finanzierungszusagen aus Deutschland und Frankreich bislang ausblieben, steht das Programm auf der Kippe. Deutschland strebt inzwischen nur noch die Beschaffung von 16 statt 22 Drohnen an. Hinzu kommt, dass Talarion auf dem zersplitterten europäischen Rüstungsmarkt gegen die französisch-britische Konkurrenz antritt: BAE Systems und Dassault treiben unter dem Namen Telemos ein eigenes Drohnenprogramm voran. Die Wahrscheinlichkeit, dass in Europa zwei Drohnenprogramme überleben können, gilt jedoch angesichts immer knapperer Kassen als außerordentlich gering. EADS-Chef Louis Gallois hatte kürzlich selbst erklärt, dass zwei Staaten für die Entwicklung einer Drohne nicht ausreichten. Vielmehr müssten sich vier oder fünf größere Staaten zusammentun, um ein gemeinsames Drohnen-Programm zu finanzieren.

Ein großer Teil des deutschen Rüstungsetats ist bisher durch Großprojekte wie den Kampfjet Eurofighter, das Transportflugzeug A400M oder ähnliche Projekte gebunden, deren Beschaffung wie im Fall des ursprünglich Jäger 90 getauften Eurofighters teils schon vor Jahrzehnten unter völlig anderen sicherheitspolitischen Bedingungen beschlossen worden war.

Allein die vier größten Rüstungsvorhaben binden bis 2015 rund 50 Prozent der Investitionsmittel im Wehretat. Deswegen und wegen des Truppenabbaus will Verteidigungsminister de Maizière die Rüstungsprojekte im Dialog mit der Wehrindustrie neu ordnen. „Wir bestellen, was wir brauchen, und nicht das, was uns angeboten wird“, stellte der Minister vor einigen Wochen klar.

mit Material von Reuters

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2 Kommentare zu "Drohne Talarion: IG Metall kämpft für Rüstungsprojekt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • EADS hat die Arbeiten an Talarion beendet. Das Mrd Grab bleibt den Deutschen Steuerzahler erspart.

    http://www.aviationweek.com/aw/generic/story_generic.jsp?channel=defense&id=news/asd/2012/03/09/04.xml&headline=EADS%20Backs%20Away%20From%20Talarion%20UAV

  • wann kapiert denn die gewerkschaftsleitung,daß immer wenns zu spät ist idioten gesucht werden,die sich vor den karren der kapitalseite spannen lassen.


    bei der CASSIDIAN hocken die arbeitnehmervertreter im aufsichtsrat und hatten jahrelang zeit zusammen mit der kapitalseite ein ausstiegsszenario für die jetzige nachfragesitiuation vorzubereiten.

    jetzt nach staatsknete zu krähen is doch schlicht einfältiges rumgehuber und lamento.

    unsre IG METALL is zum schoßhund der arbeitgeber verkommen
    ohne eigene konzeption und ziele.

    ohne kürzere wochenarbeitszeiten in verbindung mit notwendigen spürbaren lohnkürzungen und geringeren manteltarifleistungen ist ein funktionierender und belastbarer arbeitsmarkt im metall und elektrogewerbe nicht zu erhalten.

    daß sich metaller,die noch vor 25 jahren gegen kriege demonstriert haben,sich jetzt für die aufrüstung medial aufplustern ist beschämend und spricht der verfolgungs- und unterdrückungsgeschichte der gewerkschaften sowie der opfer imkollegenkreis hohn.

    der ig metall vorstand sollte langsam zur besinnung kommen kommen...

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