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"Düsseldorfer Tabelle" Viele Unterhaltspflichtige dürfen mehr behalten

Trennungskindern in Deutschland steht vom 1. Juli 2005 an mehr Geld zu. Der Mindestunterhalt, den ein Elternteil für ein Kind zahlen muss, wird um rund 2,5 % angehoben, teilte das Oberlandesgericht Düsseldorf am Mittwoch mit.

DÜSSELDORF. Das Gericht verkündet in der so genannten Düsseldorfer Tabelle alle zwei Jahre die bundesweit maßgeblichen Mindestunterhaltssätze für Trennungskinder. So muss ein Elternteil mit einem monatlichen Nettoeinkommen von maximal 1300 Euro für sein bis zu fünf Jahre altes Kind statt bisher 199 nun 204 Euro zahlen. In der höchsten Einkommensgruppe zwischen 4400 und 4800 Euro ist es der doppelte Betrag. Bei noch höheren Einkommen werden Einzelfallentscheidungen getroffen.

Den so genannten Selbstbehalt, also das Existenzminimum, das dem zahlungspflichtigen Elternteil nach der Zahlung des Unterhalts verbleiben muss, hob das Gericht um sechs Prozent an. Der Selbstbehalt, der einem berufstätigen Unterhaltspflichtigen bleiben muss, beträgt nun 890 Euro. Bisher waren es 840 Euro.

Das Existenzminimum für nicht Erwerbstätige wurde von 730 auf 770 Euro angehoben. Studenten, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, stehen nun 640 Euro statt bisher 600 Euro zu.

Grundlage der Verordnung sind die von der Bundesregierung festgelegten Regelbeträge. Sämtliche Familiensenate der deutschen Oberlandesgerichte stimmen dann der "Düsseldorfer Tabelle" zu. Für die neuen Länder gelten zusätzlich zwei Niedrig-Einkommensgruppen, die "Berliner Tabelle".

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