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E-Government Nur wenige Deutsche nutzen die Online-Funktion ihres Personalausweises

Seit 2010 kann man sich mit dem Personalausweis auch digital identifizieren. Doch nur wenige nutzen diese Funktion. Die FDP fordert eine Anpassung des Systems.
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Seit 2010 haben nur rund 25 Millionen die Funktion aktiviert. Quelle: dpa
Deutscher Personalausweis

Seit 2010 haben nur rund 25 Millionen die Funktion aktiviert.

(Foto: dpa)

Berlin Rund 63 Millionen Deutsche besitzen bereits einen neuen Personalausweis, mit dem man sich online ausweisen kann. Doch nur rund 25 Millionen haben diese Funktion seit 2010 überhaupt aktiviert. Das zeigt die Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der FDP, die dem Handelsblatt vorliegt. Demnach scheinen noch weniger Menschen die neue Funktion auch zu nutzen.

Denn die staatlich zur Verfügung gestellte App, die dafür nötig ist, wurde bislang nur 2,2 Millionen mal heruntergeladen. Das Innenministerium verweist allerdings darauf, dass auch private Anbieter Apps zur Verfügung stellen, die die Nutzung der digitalen Ausweisfunktion ermöglichen.

Die Bundesregierung erklärt sich die Zurückhaltung der Deutschen damit, dass es bislang zu wenige Anwendungsmöglichkeiten für die Funktion gibt. „Die Bundesregierung geht davon aus, dass mit der Zahl der Dienste in der Verwaltung wie auch in der Wirtschaft, welche eine elektronische Identifizierungsmöglichkeit zulassen, die Akzeptanz beim Bürger steigt“, heißt es in der Antwort auf die Kleine Anfrage.

Derzeit seien 101 Dienste online, bei denen die elektronische Funktion des Personalausweises genutzt werden kann - davon 70 Prozent von Behörden und 30 Prozent von Unternehmen. Zusätzlich zur App muss man für die Nutzung der elektronischen Funktion des Ausweises ein Kartenlesegerät oder einem Smartphone verwenden.

Die FDP-Abgeordnete Daniela Kluckert, stellvertretende Vorsitzende des Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur im Bundestag, hält dieses System für zu kompliziert. „Das System hat keine Akzeptanz“, kritisiert Kluckert im Gespräch mit dem Handelsblatt, „die Hürden für die Nutzung sind zu hoch“. Sie fordert einen Systemwechsel und die stärkere Zulassung privater Anbieter.

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2022 alle Verwaltungsdienstleistungen online anzubieten – ein Mammutprojekt, das derzeit nur schleppend vorankommt.

Mehr: Das E-Government-Gesetz soll die Digitalisierung der Verwaltung vorantreiben. Ein Alltagstest.

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