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E-Mobilität Bund fördert private E-Ladestationen mit 900 Euro

„Laden für alle, immer und überall“ - das ist das Ziel des Verkehrsministeriums für die E-Mobilität. Durch finanzielle Anreize sollen mehr Ladestationen entstehen.
06.10.2020 - 14:39 Uhr Kommentieren
Zuletzt hatte die Zahl der zugelassen E-Autos in Deutschland durch die aufgestockten Kaufprämien stark zugenommen. Quelle: dpa
E-Mobilität

Zuletzt hatte die Zahl der zugelassen E-Autos in Deutschland durch die aufgestockten Kaufprämien stark zugenommen.

(Foto: dpa)

Berlin Der Bund schießt zum Ausbau der Elektromobilität in Deutschland für Kauf und Einbau privater Ladestationen jeweils 900 Euro zu. „Damit kommen wir unserem Ziel – Laden für alle, immer und überall – einen entscheidenden Schritt näher“, sagte Verkehrsminister Andreas Scheuer am Dienstag in Berlin. Er gehe davon aus, dass etwa 80 Prozent der Ladevorgänge für E-Autos künftig zu Hause stattfinden werden.

Der Bund hatte die Mittel für solche private Ladestationen zuletzt von 50 Millionen Euro um weitere 500 Millionen Euro aufgestockt. Für die nun vorgestellte Förderung sind laut Scheuer zunächst 200 Millionen Euro vorgesehen. Deutschland will für den Klimaschutz bis 2030 rund zehn Millionen E-Autos auf die Straße bringen. Wegen der aufgestockten Kaufprämien und neuer Modelle hat die Zahl der Zulassungen zuletzt stark zugenommen.

Beantragen können die Förderung laut Scheuer Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften sowie Wohnungsunternehmen und Genossenschaften. Gefördert wird neben Kauf und Einbau auch der elektrische Anschluss. Der Strom muss allerdings zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammen und die Ladestation steuerbar mit Blick auf die Netz-Belastung sein. Anträge können ab 24. November bei der staatlichen KfW-Bank gestellt werden.

Die sogenannten Wallboxen als Ladestationen sind schon für deutlich unter 1000 Euro zu kaufen. Allerdings kosten Installation und Anschluss je nach Umgebung extra. Die Wallboxen mit einer Leistung von elf Kilowatt brauchen für den Ladevorgang mehrere Stunden. Da Privatpersonen dann aber über Nacht laden können, gilt dies als unproblematisch.

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Standort erkennen

    Bereits beschlossen ist, dass Parkplätze an größeren Wohn- und Geschäftsanlagen ab einer bestimmten Größe zum Bau von Ladesäulen verpflicht werden. Einzelne Wohnungs-Eigentümer können den Einbau auf eigene Kosten auch ohne Zustimmung der Eigentümer-Gemeinschaft verlangen.

    Tausend Schnell-Ladestationen bis 2023

    Parallel will der Bund etwa an Autobahnen Schnell-Ladestationen fördern, die in wenigen Minuten laden. Ziel ist, dass jeder eine solche Säule innerhalb von zehn Minuten erreichen kann. Bis Ende 2023 sollen zunächst 1000 Standorte eingerichtet werden. Hier wird der Weg über Ausschreibungen gewählt. Wer die geringsten Subventionen für den Bau einer solche Ladestelle verlangt, erhält den Zuschlag.

    Zusammen mit Normal-Ladestationen sollen bis Ende 2021 dann 50.000 öffentliche Ladepunkte zur Verfügung stehen. Bis 2030 sind insgesamt eine Million Ladepunkte das Ziel. Koordiniert werden soll der Ausbau über die „Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur“, die Scheuer am Dienstag eröffnete.

    Nachdem die E-Mobilität über Jahre in Deutschland kaum in Schwung kam, hat sie nach der Erhöhung der Kaupfprämie auf bis zu 9000 Euro kräftig zugelegt. Im September wurden mit 21.000 Fahrzeugen 260 Prozent mehr reine E-Autos als im Vorjahresmonat zugelassen. Die Zulassungen von Plug-In-Hybrid-Fahrzeugen mit Verbrennungs- und E-Motor verdreifachten sich fast. Insgesamt stiegen die E-Auto-Zahlen im September so auf über 40.000.

    Mehr: So funktioniert das Getriebe in Elektroautos

    • rtr
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