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Édouard Philippe Frankreichs Premier empfängt Gewerkschafter im Streit um Rentenreform

In Frankreich dauern die Streiks um eine Rentenreform seit fünf Wochen an. Frankreichs Premier Édouard Philippe hofft nun auf einen Kompromiss.
10.01.2020 - 14:36 Uhr Kommentieren
Beim Treffen mit den Gewerkschaftern soll es vor allem um die dauerhafte Finanzierung des Rentensystems gehen. Quelle: AFP
Édouard Philippe

Beim Treffen mit den Gewerkschaftern soll es vor allem um die dauerhafte Finanzierung des Rentensystems gehen.

(Foto: AFP)

Paris Frankreichs Premier Édouard Philippe hat Gewerkschaftsvertreter empfangen, um eine Lösung im Streit um die Rentenreform zu finden und die wochenlangen Streiks zu beenden. Philippe führte am Freitagmorgen Einzelgespräche mit den Sozialpartnern. Er hoffe auf einen Kompromiss, sagte Laurent Escure, Vorsitzender der Gewerkschaft Unsa nach dem Treffen. Bereits seit fünf Wochen halten in Frankreich die Streiks gegen das Reformprojekt der Regierung an.

Bei den Treffen mit dem Premier sollte es vor allem um eine Konferenz zur dauerhaften Finanzierung des Rentensystems gehen. Dieser Vorschlag war von der gemäßigten Gewerkschaft CFDT gekommen. Die Idee dahinter ist, die Verhandlungen über den Inhalt der Reform von den Verhandlungen über ihre Finanzierung zu trennen.

Knackpunkt der Verhandlungen ist aber eine Regelung, nach der die Franzosen erst mit 64 Jahren volle Rentenbezüge erhalten sollen. Die gemäßigten Gewerkschaften fordern die Regierung auf, dieses Vorhaben zu streichen.

Der Generalsekretär der Gewerkschaft CGT, die das Reformprojekt komplett ablehnt, zeigte sich nach dem Treffen mit Philippe offen für die vorgeschlagene Konferenz. „Wir sind bereit, zu dieser Konferenz zu gehen, um zu zeigen, dass wir das derzeitige System verbessern können“, sagte Philippe Martinez. Einen von der Regierung verschickten Gesetzesentwurf zur Reform habe er nicht erhalten. Er warf der Regierung vor, so weiter Öl ins Feuer zu gießen.

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    Im Pariser Justizpalast protestierten unterdessen Anwälte gegen die Reform, wie der Sender Franceinfo berichtete. Sie legten sich unter anderem auf den Fußboden. In Marseille besetzten Demonstranten zeitweise Gleise des Bahnhofs Saint-Charles. In Nancy, Dijon, Nantes und der südfranzösischen Hafenmetropole wurden am Morgen Bus- und Tramdepots blockiert.

    Mehr: Trotz massiver Streiks: Frankreichs Unternehmen entwickeln neues Selbstbewusstsein.

    • dpa
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