EEG-Umlage Minus 0,07 Cent – Ökostromsubvention sinkt ein wenig

Erstmals sinkt die Ökostrom-Umlage – und zwar auf 6,17 Cent je Kilowattstunde. Doch auch wenn die Summe nur gering ist – Verbraucherschützer fordern von den Versorgern bereits seit langem Preissenkungen.
Update: 15.10.2014 - 10:20 Uhr 9 Kommentare

Erstmals sinkt Ökostrom-Umlage - Keine Änderung für Verbraucher

Erstmals sinkt Ökostrom-Umlage - Keine Änderung für Verbraucher

BerlinDie Umlage für die Förderung von Ökostrom wird im kommenden Jahr erstmals seit ihrer Einführung im Jahr 2000 sinken. Sie falle von derzeit 6,24 Cent auf 6,17 Cent pro Kilowattstunde, gaben die vier großen Stromnetzbetreiber am Mittwoch bekannt. Mit der Umlage wird der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland finanziert.

Ein Grund für das Sinken ist, dass sie für 2014 etwas zu hoch angesetzt worden war. Noch unklar ist, wie sich künftig die Förderkürzungen gerade für Windstrom an Land auf die Umlageentwicklung auswirken werden. EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) betonte in den „Ruhr Nachrichten“ (Mittwoch): „Hohe und weiter steigende Strompreise werden in Deutschland ein Problem bleiben“. Zugleich machte er das Wetter für die Entwicklung der Umlage mitverantwortlich. „Man muss bedenken, dass wir in Deutschland einen schlechten Sommer mit viel Regen und wenig Sonne hatten und deshalb weniger Solarstrom produziert worden ist. Das war eine Ausnahmesituation.“

Das Sinken wird bei der über den Strompreis zu zahlenden Umlage bei einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden nur knapp 2,50 Euro weniger im Jahr ausmachen. Aber nach Jahren stetiger Anstiege könnte nun etwas Entspannung bei den Strompreisen eintreten – sie waren wegen starker Umlageanstiege zuletzt kräftig nach oben gegangen.

Betreiber von Solaranlagen, Windrädern, Wasserkraft- und Biogasanlagen erhalten auf 20 Jahre garantiert eine feste Vergütung. Über die Umlage wird die Differenz zwischen dem am Markt erzielten Preis und dem Vergütungssatz gewälzt.

Die Grünen haben Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) vorgeworfen, eine deutliche Entlastung der Bürger bei den Strompreisen zu verhindern. „Gabriel hat die großzügigen Befreiungen für die energieintensive Industrie ausgeweitet“, sagte die energiepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, Julia Verlinden, mit Blick auf die Ökostrom-Umlage für 2015. Die Industrierabatte von rund fünf Milliarden Euro im Jahr zahlen die anderen Verbraucher mit.

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9 Kommentare zu "EEG-Umlage: Minus 0,07 Cent – Ökostromsubvention sinkt ein wenig"

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  • Vergessen sie nicht die Renditegarantie die die Netzbetreiber für Ihre Inbestitionen von den gelben Chaoten bekommen haben. Und die Gelder, die bei Nichtfertigstellung der Netze an die Betreiber gezahlt werden. Nicht von den Netzbetreibern sondern vom Steuerzahler!

  • Es soll uns doch erst einmal jemand erklären, warum diese Stromerzeugung subventioneirt wird.
    D.h., der Betreiber eines Stromparks bekommt sein Geld, sein Gehalt quasi vom Staat. Denn was anderes ist es nicht
    Wann gehend denn die Bürger endlich auf die Straße gegen diesen ganzen Subventionsirrsinn?

  • Es ist wol festzuhalten:
    Der Preis für de Ware "Strom" sinkt seit Jahren an der Lepziger Strombörse.
    Die "Großindustrie" ist von der EEGUmlage zu Lasten von "Lieschen Müller" befreit.
    Vereinfacht zahlt damit jeder Normalstromverbraucher die Kosten für Gebühren, Leitungsnetze, usw und natürlich immer die 19% MWST obendrauf.
    Anders formuliert; für die Ware "Strom" = nahezu Null EURO - aber für die künstlichen Kosten...!

  • der Trittin lebt eben auf einem anderen Niveau; aus seiner Sicht stimmt seine Aussage dann schon )

  • Strompreis rauf!
    -----------
    Das war bisher die Devise. Strom ist ein Luxusgut!
    Jetzt soll die EEG-Zwangsabgabe erstmals in ihrer Geschichte sinken! Um 0,07 Cent/kWh. Das ist enorm!
    Da werde ich 2015 erst einmal eine 6-monatige Kreuzfahrt machen ind mich in 6-Sterne-Hotels einmieten.
    Das ist ja unglaublich, dass der Strompreis so drastisch fällt.
    Aber wie sagen die Grünlinge: "Sonne und Wind schicken keine Rechnung". Und Trittin sagte: "Die EEG-Zwangsabgabe kostet einem Haushalt "NUR" eine Kugel Eis im Monat". Mittlerweile ist es wohl ein Eisberg.
    2003 waren es noch 0,41 Cent/kWh, 2014 sind es 6,24 Cent/kWh. Das ist mehr als das 15-fache.

  • Also ich habe mir gerade ausgerechnet, dass ich bei horrende 3,01 Euro sparen werden. Was mach ich nur mit dem ganzen Geld?
    Dafür kaufe ich mir und meiner Familie dann die Kugel Eis, von der der Herr Trittihn immer sprach.

    Der Staat soll doch auf die 15 MRD Euro Einnhamen aus Strom- und Mwst. auf den Strom verzichten, schliesslich verbrennen diese Einnahmen in der Klimahölle ohnehin,m die wir ja mit dem EEG vermeiden woillen. Oder?

    Geht nicht, wegen dem EU-Nettobeitrag, der ja für Deutschland allein schon 12 MRD Euro ausmacht und wegen der "schwarzen Null"? Ach so!

    Na dann warten wir mal das nächste Jahr abn,m dann gehts wieder lustig rauf mit der EEG.Umlage, den Netzentgelten und ..... der Stromsteur und der Mwst. die ja klugerweise auf das alles berechnet wird. Und der Nettobeitrag an die EU wird dann bestimmt auch wieder teurer, wetten? Und das, obwohl das eine mit dem anderen ja gar nix zu tun hat. Komisch.

  • Aber nach Jahren stetiger Anstiege könnte nun etwas Entspannung bei den Strompreisen eintreten - sie waren wegen starker Umlageanstiege zuletzt kräftig nach oben gegangen

    Ein Grund für die Entspannung ist hier nicht genannt und ist auch von mir nicht erkennbar.
    Ein Steigen der EEG Umlage ist im System automatisch eingebaut. Einmal wegen des steigenden EEG Anteils + des steigenden Teils an Back Up
    Es wird nichts billiger mit dem Strompreis, sondern teurer für alle Fälle die nächsten 20 Jahre.

    Schönen Tag noch.

  • Nutzen sie doch die tatsächlichen Ertragsangaben von realen Solaranlagen, die im www.sfv.de eingestellt sind.

  • Zitat Herr Öttinger:
    "„Man muss bedenken, dass wir in Deutschland einen schlechten Sommer mit viel Regen und wenig Sonne hatten und deshalb weniger Solarstrom produziert worden ist. Das war eine Ausnahmesituation.“"
    Herr Öttinger zeichnet sich wieder einmal durch profunde Unkenntnis aus. Wie auf der Internetseite der EEX (http://www.transparency.eex.com/de/daten_uebertragungsnetzbetreiber/stromerzeugung/tatsaechliche-produktion-solar) einfach nachzuvollziehen ist, haben die PV-Anlagen in diesem Sommer mehr Strom produziert als in allen Jahren zuvor. Trotz des schlechten Wetters. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, mit welchem Hintergedanken er diese Äußerung getätigt hat...

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