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EEG-Umlage Ökostromumlage sinkt 2019 – Strompreise könnten trotzdem steigen

Wie erwartet sinkt die EEG-Umlage im kommenden Jahr. Grund dafür ist der gestiegene Börsenstrompreis. Er bestimmt die Höhe der Umlage maßgeblich.
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Die EEG-Umlage soll den Ausbau umweltfreundlicher Energieträger fördern. Quelle: dpa
Erneuerbare Energien

Die EEG-Umlage soll den Ausbau umweltfreundlicher Energieträger fördern.

(Foto: dpa)

BerlinDie EEG-Umlage sinkt 2019 um 5,7 Prozent auf 6,405 Cent je Kilowattstunde, teilten die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetzBW am Montag mit. 2018 liegt der Wert bei 6,792 Cent. Hauptgrund für das Sinken der Umlage ist der Börsenstrompreis.

Er ist in den vergangenen Monaten stark gestiegen und wird sich den meisten Prognosen zufolge auch im nächsten Jahr auf hohem Niveau halten. Ursache dafür sind gestiegene Preise für Öl, Steinkohle und Gas. Für das EEG-Konto hat das eine entlastende Wirkung: Mit der Umlage wird die Differenz zwischen Börsenstrompreis und den gesetzlich garantierten EEG-Vergütungen ausgeglichen. Ein weiterer Grund für das Sinken der Umlage: Das EEG-Konto ist noch gut gefüllt, da zuletzt weniger ausbezahlt werden musste als zunächst angenommen wurde.

Die EEG-Umlage ist ein wichtiger Bestandteil des Strompreises, sie macht ungefähr ein Viertel aus. Dazu kommen neben den Netzentgelten aber auch noch Steuern, weitere Abgaben und Umlagen sowie die Produktionskosten.

Trotz der Entlastung bei der Ökostrom-Umlage könnten die Strompreise für Privathaushalte im kommenden Jahr insgesamt nach Darstellung von Branchenexperten aber leicht steigen. Grund sind vor allem erwartete höhere Netzentgelte und Beschaffungskosten.

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hatte für die Umlage eine Höhe von 6,51 Cent prognostiziert. Auch der Anstieg der Preise im europäischen Emissionshandel wirkt sich laut dem Verband entlastend aus: „Der in diesem Jahr gestiegene CO2-Preis auf fossile Energieträger honoriert die klimafreundliche Energieerzeugung und verbessert die wirtschaftliche Vermarktung der erneuerbaren Energien. Das heißt, die EEG-Umlage sinkt“, sagte BEE-Geschäftsführer Peter Röttgen dem Handelsblatt vor der endgültigen Bekanntgabe.

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Für die kommenden Jahre ist Röttgen optimistisch: „Die EEG-Umlage könnte sich in den kommenden Jahren auf stabilem Niveau bewegen oder sogar weiter sinken“, sagte er. Neben den Börsenstrompreisen und den Preisen im Emissionshandel sei dafür der schrittweise Ausstieg aus Kernkraft und Kohle ausschlaggebend. Röttgen pochte darauf, den Ausbau der Erneuerbaren „engagiert und stetig“ voranzutreiben.

„Heutige Erneuerbare-Energie-Anlagen sind bereits kostengünstiger als konventionelle“, sagte Röttgen. Dagegen sind die Altanlagen aus den Anfangsjahren des EEG mit ihren hohen Vergütungszusagen derzeit noch ein großer Kostenblock. Die Vergütungen sind für 20 Jahre garantiert. Neue Anlagen schlagen dagegen weniger zu Buche. Eine Ausnahme bilden allerdings Offshorewindparks, die bis 2019 ans Netz gehen. Sie profitieren noch von sehr großzügigen Einspeisevergütungen und treiben die EEG-Kosten in die Höhe.

Für die Festlegung und das Inkasso der EEG-Umlage sind die Übertragungsnetzbetreiber zuständig. Einer dem Handelsblatt vorliegenden Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zufolge wird der Höhepunkt der EEG-Förderkosten noch vor 2027 erreicht sein. In den Jahren 2019 bis 2027 liegt die Umlage laut IW in allen untersuchten Szenarien über 5,5 Cent, danach sinkt sie.

Mit Material von dpa.

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