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Ehec-Epidemie Behörden heben Sprossen-Warnung auf

Die im Juni ausgerufene Warnung vor Sprossen ist von den deutschen Behörden aufgehoben worden. Für Bockshornkleesamen aus Ägypten gilt dies allerdings nicht. Zudem rechnen die Experten mit weiteren Erkrankungen.
21.07.2011 - 15:50 Uhr Kommentieren

Berlin Die Behörden haben die wegen der Ehec-Epidemie ausgerufene Warnung vor dem Verzehr roher Sprossen und Keimlinge aufgehoben. Einzig die Warnung vor Bockshornkleesamen aus Ägypten und daraus gezogenen Sprossen hielten die Fachleute am Donnerstag aufrecht. Die Ermittlungen hätten keine Hinweise darauf ergeben, „dass andere Samenarten als Bockshornkleesamen mit Ehec-Infektionen in Zusammenhang stehen“, teilten das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und das Robert-Koch-Institut (RKI) mit.

Zum Schutz vor der gefährlichen Durchfallerkrankung durch den Erreger O104:H4 hatten sie im Juni empfohlen, Sprossen und Keimlinge vorsorglich nicht roh zu essen. Aus Ägypten importierter Bockshornkleesamen gilt nun als wahrscheinliche Ursache für die Erkrankungswelle. Anfangs hatten die Behörden über mehrere Wochen vor dem Verzehr roher Gurken, Tomaten und Blattsalate gewarnt. Grundlage für die Aufklärung waren den Behörden zufolge epidemiologische Untersuchungen sowie die Verfolgung von Samenlieferungen durch eine Task Force.

Die EU-Kommission hatte vor zwei Wochen den Rückruf aller von 2009 bis 2011 aus Ägypten importierten Chargen Bockshornkleesamen angeordnet. Ergänzend dazu wurde bis Ende Oktober ein Importverbot für diese Samen aus Ägypten verhängt.

Die Behörden warnen allerdings, auch nach dem Ende des Ehec-Ausbruchs sei mit weiteren Erkrankungen zu rechnen. Nach Angaben des RKI haben sich mehr als 4000 Menschen in Deutschland mit dem Ehec-Erreger infiziert. Mehr als 700 von ihnen entwickelten die schwere Komplikation HUS. 49 Menschen starben an der Krankheit.

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