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Ein Jahr EnergiewendeWer für den Atomausstieg zahlen muss

Vor einem Jahr beschloss die Bundesregierung Atomausstieg und Energiewende. Jetzt fragt sich Schwarz-Gelb, wie der „Kosten-Tsunami“ beim Strompreis verhindert werden kann. Handelsblatt Online nennt die Kostentreiber.

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    8 Kommentare zu "Ein Jahr Energiewende: Wer für den Atomausstieg zahlen muss"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Blauäugigkeit und Vogel Strauss Mentalität darf man allen, die von einer kostenneutralen Energiewende träumen, unterstellen. An der Strombörse in Leipzig werden im Schnitt pro MWh rund 50€ bis 60€ gezahlt, die Betreiber der ach so tollen Erneuerbaren erhalten mehr als 200€ pro MWh, die Differenz zahlen die Verbraucher und zwar doppelt; einmal direkt über die EEG und die KWK Umlage (zusammen zur Zeit rund 5 Cent pro kWh) und zum zweitem indirekt über die gestiegenen Preise des Einzelhandels, der natürlich die gestiegenen Stromkosten auf seine Produkte und Dienstleistungen umlegt. Da hilft es auch nicht, dass die Ökoschönredner uns mit geschönten, weil zu niedrigen Zahlen langweilen. Die Kostentreiber sind der Staat - schön, dass man die sogenannten Ökoumlagen noch mit der Mehrwertsteuer belegen kann - sowie all diejenigen die die irrwitzigen Renditen der Ökoindustrie verteidigen. Die Grünen sind angetreten, die Besitzer all der Solaranlagen, die sich königlich über zwanzig Prozent Rendite pro Jahr freuen dürfen, weiterhin den Profit zu sichern, koste es was es wolle.

    • ... auch eine Möglichkeit. Aber welche Perversionen sind dort zu ertragen bzw. muß die ganze Welt ertragen ...?

    • Wer hat denn den Einstieg in die Atomenergie bezahlt wird noch eine schiere Ewigkeit dafür bezahlen müssen ...?

    • Stimmt, wer nix arbeitet soll wenigstens ordentlich was verdienen! Dass dem arbeitenden Deutschen kaum noch was in der Tasche bleibt interessiert hier schließlich keinen mehr. Deshalb habe ich für meine Familie und mich kürzlich eine Green Card erworben und bald gehts ab nach Übersee. Dort schüttelt man über die Steuerlast in Germany zu recht nur noch den Kopf, ebenso über das völlig pervertierte Sozialsystem. Und über Leute wie Sie. Beste Grüße

    • Mal überlegen:

      Die Höheren Kosten (Für die Abschaffung der AKWs) fallen defintiv jetzt an. Bei den AKWs ist ein Großteil der Kosten noch versteckt im Atommüll, die damit nicht heute sondern erst später fällig geworden würden. Damit zahlen wir die Kosten nur JETZT und nicht später, was verantwortungsvoll ist.

      Jetzt stellt sich nur noch die Frage wie wir diese Kosten verteilen. Das wird automatisch für jeden teuerer. Geht gar nicht anders. Man sollte aber auch Grosskunden miteinbeziehen. Energieintensive Produktion vielleicht wenigstens mit einen kleinen Teil. Den H4lern sollte zum Teil das Ganze bezahlt werden, aber auch dieses müssen hier Abstriche machen.

    • ... der Artikel kratzt nur an der Oberfläche.

      Wieviel Cent pro kWh machen die neuen Stromleitungen aus?
      Wieviel Cent pro kWh wird für die Photovoltaik-Umlage gebraucht?
      Warum haben sich Netzkosten erhöht? Wurden schon neue Leitungen gebaut, die eine Erhöhung rechtfertigen?
      Warum stieg der Strompreis von 2000 bis 2010 um 70 oder 80%, wo noch niemand vom beschleunigten Atomausstieg und von der Energiewende sprach?
      Warum steigen die Strompreise, wenn Dank Photovoltaik Energie an der Börse viel billiger als z.B. in Frankreich zu bekommen ist?
      Wer wird durch höhere Strompreise wirklich belastet?

      Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass die Energiewende für manch einen Anbieter nur ein Aufhänger ist, die Preise zu erhöhen. Wenn die Leute etwas haben wollen, dann sollen sie auch dafür bezahlen.

      In Deutschland wird jährlich etwa 600 TWh Strom verbraucht. Wenn in den kommenden 10 Jahren die Strompreise um 0,5 Cent/Jahr oberhalb der Inflationsrate wegen der Energiewende steigen würden, ständen ZUSÄTZLICH zu den heutigen Einnahmen 300 Mrd. € zu Verfügung. Die höchste Schätzung für die Kosten der Energiewende ist mir mit 200 Mrd. € bekannt. Warum werden wir also auf eine "Kostenexplosion" vorbereitet?? Es kann nur so sein, dass die Kosten für die Energiewende auf wenige Schultern verteilt werden und ein großer Teil der Verbraucher beim Bezahlen außen vor bleibt.

    • "Jetzt fragt sich Schwarz-Gelb, wie der „Kosten-Tsunami“ beim Strompreis verhindert werden kann."

      Wer regiert hier eigentlich,

      wenn die Regierung offensichtlich nach der Entscheidung erst anfängt zu denken.

      Es ist ja nicht das erste Mal, dass man diesen Eindruck haben muss. Unter diesem Gesichtspunkt muss man sich fragen, wie die Eurokrise so lange unter der Decke bleiben konnte.

      Das ist unverantwortlich was uns Bürgern hier von der politischen Führungselite zugemutet wird. Das Verfassungsgericht anzurufen, ist Perlen vor die Säue geworfen. Es geht hier nicht um die juristische Beurteilung komplizierter Sachverhalte, hier geht es um schlichtes Handwerk. Vielleicht will man aber auch mit einer Täuschung - man täuscht Dummheit vor -, um von schlimmerem abzulenken.

    • Leider wird zu wenig erwähnt, dass nicht nur energieintensive Unternehmen entlastet werden, wo ich das noch ansatzweise nachvolzziehen könnte, sondern pauschal "Großverbraucher": also auch Sparkassen, etc. die nun echt nichts damit zu tzn haben. Kein Wunder, dass schließlich nur die Dummen zahlen.
      Bei den Hartzern tut mir das leid, denn das neue iPad und Galaxy S3 kostet jetzt mehr....